17.05.2010

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Materialise: Karosserie-Prototypen per Stereolithographie gefertigt

Nach vier Jahren Forschungsarbeit wurde die Idee des 63-jährigen Designers Gérard Périssel Realität: Der für den Stadtbetrieb konzipierte Kleinwagen namens Sprite ist in zwei Varianten einsatzbereit. Die sieben Bauteile der Karosserie für die Prototypen fertigte Materialise mit Hilfe der Stereolithographie: Diese wurden einteilig auf Anlagen mit 2.100 x 700 x 800 mm Bauvolumen produziert. Sie dienten neben der Verifikation des Designs auch für Funktionstests.

Das Konzept des Nischenprodukts sieht einen Verkaufspreis unter 9.000 Euro vor. Eine Variante, die ohne Führerschein gefahren werden darf, arbeitet mit einem 2-Zylinder-Dieselmotor mit 5,6 PS, die zweite Version mit einem 21-PS-Benzinmotor und bietet 2 oder 4 Sitze. Eine elektrische Variante befindet sich in der Planung. Der Kleinwagen zeichnet sich durch sein wandlungsfähiges Design aus. Er kann an die Kundenwünsche, Klimabedingungen und an die staatlichen Auflagen verschiedener Länder angepasst werden.

Stereolithographie kann auch bei solch großformatigen Bauteilen schnell funktionsfähige Prototypen erzeugen, um die "Machbarkeit" verschiedener Varianten schon in einer frühen Entwicklungsphase prüfen zu können.

Weitere Informationen: www.materialise.de