08.07.2011

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Meding: Weitere Expansion und Investitionen in den Maschinenpark

Der Kunststoffverarbeiter Meding ist weiter auf Expansionskurs. Neben einer Erweiterung des Firmenkomplexes wurde zudem mit dem Kauf der Spritzgießmaschine Arburg 520 H mit zwei integrierten Laminar-Flow-Boxen in die Vergrößerung des Maschinenparks investiert, teilt das Unternehmen mit. Damit erfülle das unter anderem auf Medizin- und Pharmaprodukte spezialisierte Unternehmen demnach die Produktion unter Bedingungen der Reinraumklasse 5.

Kürzlich wurde der neue Gebäudetrakt bei dem Kunststoffspezialisten Meding aus dem sauerländischen Halver in Betrieb genommen. Für rund eine halbe Million Euro wurden zusätzlich 3.500 Kubikmeter neuer umbauter Raum geschaffen (Siehe auch plasticker-News vom 16.09.2010)

Neue Arburg-Spritzgießmaschine für Reinraumproduktion
Im Zuge der umfangreichen Ausbaumaßnahmen wurden weitere Investitionen für die Erweiterung des Spritzgießmaschinenparks vorgenommen. Nach der Inbetriebnahme einer Arburg 470 S, die zwei Kunststoffkomponenten in einem Zyklus verarbeiten kann, sowie einer Arburg 275 V zur Produktion von Hybridbauteilen wurde nun eine weitere Spritzgießmaschine von Arburg in der nun vergrößerten Produktionshalle aufgestellt.

"Die Arburg 520 H ist eine Spritzgießmaschine, die sehr energieschonend arbeitet und über einen hohen Wirkungsgrad verfügt", informiert Geschäftsführer Stefan Pietzner. Bei der Baureihe ALLROUNDER steht das H für Hidrive. Der Maschinenhersteller hat Hochleistungsspritzgießmaschinen mit energieeffizienter Antriebstechnik zur zykluszeitreduzierten Thermoplastverarbeitung konzipiert. Die HIDRIVE-Maschine bei Meding zeichnet sich durch die leistungsstarke Kombination von elektrischer und hydraulischer Maschinentechnik aus und ist mit dem ARBURG Energieeffizienz-Label e² gekennzeichnet. Sie verfügt über eine maximale Schließkraft von 150 Tonnen und ist mit einer umfangreichen Robotertechnik ausgestattet, die einen hohen Automationsgrad in der Produktion gewährleisten soll.

Zudem sind zwei Laminar-Flow-Boxen in das Produktionssystem integriert. Komplett abgekapselt ist zum einen die komplette Schließeinheit des Werkzeugs. Gleiches verhindert die zweite Flow-Box, die den Abladebereich komplett abdeckt. Ein laminarer Luftstrom im Inneren der Box sorgt dafür, dass sich keine Fremdstoffe auf der Kavität oder dem eigentlichen Produkt im Abladebereich absetzen. Ein Gebläse saugt jeweils die Umgebungsluft an und leitet diese durch eine Filterdecke, die unerwünschte Schwebstoffe aus der Luft filtert. Der so gereinigte Luftstrom wird anschließend ionisiert, um eine elektrostatische Aufladung zu verhindern. Ein permanenter Unterdruck in der Kammer sorgt dafür, dass keine ungereinigte Luft von außen eindringen kann. Anschließend wird dieser geregelt in den Werkzeug- und Bearbeitungsraum geleitet. Pietzner weiter: "Damit können wir gemäß der Vorgaben der Reinraumklasse 5 produzieren."

Als Spezialist für die Produktion von medizintechnischen und pharmazeutischen Kunststoffprodukten ist das Arbeiten in staubfreien Räumen ein absolutes Muss für Meding. "Unser Know-how in der Fertigung hochkomplexer Kunststoffteile kombinieren wir grundsätzlich mit exzellenten fertigungstechnischen Rahmenbedingungen", erklärt Stefan Pietzner, "damit tragen wir den gestiegenen Anforderungen unserer Kunden Rechnung und sind in der Lage qualitativ hochwertige Kunststoffteile unter Reinraumbedingungen zu fertigen."

Die Fertigung ist so ausgestattet, dass nun auch größere Werkzeuge, die höhere Schließkräfte erfordern, genutzt werden können. Komplexe Kundenwünsche können so umgesetzt werden, denn auch in der folgenden Weiterverarbeitung können beispielsweise Bauteile komplett montiert werden. Auch die Kennzeichnung der Produkte durch eine anschließende Bedruckung sei möglich. Pietzner: "Mit unserem Full-Service-Angebot wird man so dem veränderten Anfrageverhalten der Kunden gerecht, die immer mehr eine komplexe Bearbeitung aus "einer Hand" wünschen."