10.11.2011

Institut für Photonische Technologien

Meeting zur Fasersensorik in Jena

Rund 60 internationale Gäste erwartet das Institut für Photonische Technologien (IPHT) auf dem Jenaer Beutenberg am 10. und 11. November zur Diskussion über neue Konzepte Optischer Fasersensoren für zukünftige Sicherheits- und Überwachungsanwendungen.

Optische Fasern finden aufgrund ihrer strukturellen Vielfalt Anwendung in einer Vielzahl von innovativen Produkten wie Hochleistungsfaserlasern für die Materialbearbeitung, als medizinische Lichtquellen oder als Hochtemperaturfasersensoren. Hierbei spielt Thüringen als ein optisches Zentrum Deutschlands und Europas eine herausragende Rolle sowohl in der Forschung und Entwicklung als auch in der industriellen Fertigung und Anwendung solcher optischer Fasern. Dass Fasersensoren auch für die Sicherheits- und Überwachungstechnik einen wertvollen Beitrag liefern können, sei inzwischen unbestritten, so Prof. Dr. Hartmut Bartelt, Leiter der Abteilung Faseroptik am IPHT. Allerdings gebe es für weitere anspruchsvolle Anwendungsfelder auch noch eine Reihe technischer Probleme zu lösen. Deshalb haben sich unter Beteiligung des IPHT Wissenschaftler aus 24 europäischen Ländern und aus China als nicht-europäischem Partner in einer so genannten COST-Action zusammengeschlossen. Die COST-Initiative (European Cooperation in Science and Technology) ist ein Instrument der Europäischen Union zum Ausbau transnationaler Kooperationen.

„Diese Vielzahl an Partnern mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen gibt uns die Möglichkeit, bestehende technische Probleme im Bereich der Fasersensoren zu lösen“, erläutert Physiker Bartelt. Darüber hinaus stelle das 2. Technische Meeting dieser COST-Aktion eine herausragende Möglichkeit dar, Experten der Europäischen Fasersensorik mit kleinen und mittelständischen Thüringer Unternehmen zusammenzubringen. „Die Fasersensorik ist, vor allem im Bereich der Lebenswissenschaften, in Thüringen und Deutschland noch nicht sehr stark vertreten und demzufolge noch ausbaufähig“, beschreibt Organisator Dr. Kay Schuster seine Motivation, das Treffen nach Jena zu holen.

Unter den Teilnehmern sind dank finanzieller Unterstützung durch die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) auch mehrere Jungwissenschaftler, wofür sich Schuster besonders eingesetzt hat. „Wir wollen damit Kolleginnen und Kollegen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, die Möglichkeit geben, ihre Forschungsergebnisse in einem internationalen Rahmen zu präsentieren und erste Kontakte sowohl zu Firmen als auch zu Forschungsunternehmen und –instituten zu knüpfen“, erläutert der Chemiker.

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