08.05.2013

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Mehr Flexibilität für riesige Rotorblätter

Die Windkraftindustrie hat Cannon in jüngster Vergangenheit mit einem weltweit wachsenden Auftragsvolumen an Niederdruckmaschinen als zuverlässigen Lieferanten ausgezeichnet. Die Maschinen werden zur Infusion von Zweikomponenten-Epoxidharzformulierungen in riesige Rotorblätter für Offshore- und konventionelle Windkraftanlagen mit dem VARTM-Verfahren (Vacuum-Resin-Transfer-Molding) eingesetzt. [image_0]Die Maschinenbaureihe DX umfasst nun auch ein Dreikomponenten-Modell, das im März auf der JEC Europe in Paris erstmals vorgestellt wurde. Die Maschine ermöglicht die flexible Verwendung von zwei verschiedenen Härtern, um unterschiedliche Reaktionsprofile in Übereinstimmung mit der Größe des Formteils zu erhalten. Die DX-Serie ist transportabel und für die Dosierung verschiedener Epoxidharz-Formulierungen geeignet. Bisher exisiterten von dieser Maschine drei Baugrößen mit Austragsleistungen von 15, 35 und 80 kg/min. Die kleinste Einheit DX 15 ist ab sofort auch als Dreikomponenten-Modell erhältlich. Mit ihr kann man eine Harzkomponente mit zwei verschiedenen Härtern gleichzeitig verarbeiten.Die Ausstattung mit einem dritten Komponentenstrom erlaubt ein schnelles Umstellen der eingesetzten Materialien. So kann die Maschine problemlos von Schuss zu Schuss zwischen einem langsam reagierenden Material und einem schneller reagierenden Material umgestellt werden, so dass genau das Material mit der gewünschten Reaktionszeit am jeweiligen Ort für die Reparaturarbeiten am Rotorblatt verfügbar ist.Die Vorteile der Cannon-DX-Maschinen: Kleine Abmessungen: Der auf Rädern montierte, einteilige Maschinenrahmen trägt alle Maschinenkomponenten inklusive Heizung, Steuerung und Pumpengruppe. Er ist sehr beweglich und somit leicht an die jeweilige Infusionsstelle zu bringen. Die Anschlüsse zur Materialversorgung sind so ausgelegt, dass die Maschine direkt aus den IBC-Materialbehältern beschickt werden kann. Bereits seit Jahrzehnten entwickelt Cannon auch Softwarelösungen. Im Zusammenspiel mit der eingesetzten elektronischen Steuerung ist die Programmierung der Arbeitsabläufe sehr einfach. Eine große Zahl von Infusionsprogrammen kann abgespeichert und dann für jede Form individuell wieder abgerufen werden. Die dadurch mögliche Flexibilität in der Fertigung kommt dem Bedienpersonal sehr entgegen. Die elektronische Inverterregelung der Pumpenantriebsmotoren bietet eine große Bandbreite von sofort abrufbaren Mischungsverhältnissen und Austragsleistungen. Die Pumpensteuerung überwacht die eingestellten Austragsleistungen im geschlossenen Regelkreis in Echtzeit. Somit ist die Einhaltung des Mischungsverhältnisses von Harz und Härter während des gesamten Infusionsprozesses gewährleistet. Es wird verhindert, dass sich Stellen bilden, an denen das Material nicht in der richtigen Menge gemischt ist, und keine Bereiche mit nur teilweise ausgehärtetem Material entstehen. Durch Rezirkulation der Komponenten vor dem Schussabruf wird das richtig temperierte Material zum Mischkopf gefördert, bevor dieser mit der Mischung beginnt. Dies sichert die gewünschte Qualität bereits zu Beginn des Arbeitszyklus und gewährleistet eine gleichmäßige Polymerisation während des gesamten Fertigungsvorgangs des Rotorblattes. [image_1_right]Ein statischer Mischer mit austauschbaren Mischelementen aus Kunststoff ist - leicht abnehmbar - am Mischkopfblock montiert. Ein automatisches Spülprogramm spült den Mischkopf mit Harz, damit das gemischte Material nicht aushärtet und sich zwischen den Schussabrufen bzw. während Stillstandszeiten nicht im Mischkopf festsetzt. Per Funkfernsteuerung kann der Bediener die vier Haupt-Steuerungsfunktionen (Injektions-Start und Stopp, Erhöhung und Reduzierung der Austragsleistung) direkt an der Form am Infusionspunkt akivieren.Über ein Modem kann der Bediener während der Fertigung mit einem der Cannon-Servicecentern direkt an der bei ihm installierten Maschine Kontakt aufnehmen und mit seiner Unterstützung einen Alarm bzw. eine Fehlfunktion diganostizieren. Dadurch werden die Maschinenstillstandszeiten minimiert. Ein Vertrag zur Fernwartung zum Aufspielen von Programm-Updates und neuer Software reduziert die Servicekosten.[image_2_right] Das Datentransfer- und Archivierungssystem MDLink registriert Schuss für Schuss die jeweiligen Produktionsdaten, die Arbeitsparameter und Alarme der Maschine. Der Schaltschrank ist mit einer Schnittstelle zum Anschluss eines USB-Stick versehen. Der Maschinenbediener kann das Protokoll der Schussdaten jederzeit aus dem Maschinenspeicher auf den USB-Stick herunter laden. Die Datenaufzeichnung kann mit jedem Tabellen-Kalkulationsprogramm weiter verarbeitet werden. International positive ResonanzEine Vielzahl von Cannon-Zweikomponenten-Epoxidharz-Infusionsmaschinen ist weltweit bei den wichtigsten Rotorblattherstellern, vorwiegend in Europa, China, USA, Brasilien und Indien, tagtäglich im Einsatz. Mit dem Modell DX 80 mit einer Austragsleistung von bis zu 80 l/min. werden die größten Rotorblätter der Welt gefertigt.

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