05.04.2012

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Meteor Gummiwerke: Geschäftsbetrieb bis Ende 2012 gesichert

Das Amtsgericht Hildesheim hat Anfang April 2012 das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Automobilzulieferers Meteor Gummiwerke K. H. Bädje GmbH & Co. KG mit Sitz in Bockenem eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Christopher Seagon, der bereits seit Mitte Januar 2012 als vorläufiger Insolvenzverwalter bei Meteor tätig war.

Nach Verhandlungen hat sich Seagon bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren mit wichtigen Kunden, Banken und Lieferanten über die Fortführung des Geschäftsbetriebes zunächst bis Ende 2012 geeinigt. In den kommenden Wochen und Monaten sei nun das Ziel, einen nachhaltigen Sanierungs- und Restrukturierungsplan zu erarbeiten und abzustimmen. Auf dieser Grundlage soll dann der Investorenprozess durchgeführt werden. Ein solcher Prozess war vor der Insovenz bereits einmal gescheitert: 2011 wurde ein bereits unterzeichneter Kaufvertrag nicht erfüllt, da der vermeintliche Investor den Kaufpreis nicht gezahlt hatte. Daraufhin musste Meteor Insolvenzantrag stellen.

Der Insolvenzverwalter bestätigte verschiedene Anfragen potenzieller Investoren, er stehe mit ihnen aber noch nicht im direkten Kontakt. Zunächst müsse der Sanierungsplan erarbeitet und abgestimmt werden. Er gibt sich zuversichtlich, für Meteor eine gute Lösung zu finden, denn trotz Insolvenz werde das Unternehmen auf mögliche neue Aufträge angesprochen. Nun gehe es darum, die Effizienz deutlich zu steigern, um kostengünstiger zu produzieren. Das Insolvenzverfahren biete eine gute Möglichkeit für die notwendige operative und finanzielle Sanierung.

Die Geschäftsführung von Meteor hatte Mitte Januar 2012 beim zuständigen Amtsgericht in Hildesheim Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter konnte nach eigenen Angaben die störungsfreie Weiterbelieferung der Kunden vor allem in der Automobilindustrie gewährleisten. Durch die gelungene Fortführung bleiben zudem die Vermögenswerte des Unternehmens stabil.

Zum Unternehmen
Meteor produziert Dichtungen und Dichtsysteme aus Gummi oder Elastomeren für den Automobil-, Schienen- und Luftfahrzeugbau, die Gebäude- und Elektrotechnik. Nach eigenen Angaben erwirtschaftet Meteor mit weltweit etwa 2.300 Mitarbeitern rund 221 Millionen Euro Jahresumsatz. In Deutschland sind am Stammsitz in Bockenem etwa 1.700 Mitarbeiter beschäftigt, am Standort Worbis/Thüringen etwa 240 Mitarbeiter. Die Tochtergesellschaft Meteor Weigelt GmbH & Co. KG mit Sitz in Bietigheim-Bissingen hatte ebenfalls Ende Januar beim Amtsgericht Hildesheim Insolvenzantrag gestellt. Auch dieses Verfahren wurde zum 1. April 2012 eröffnet. Das Unternehmen beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter und produziert für die Automobilindustrie Spritzgussteile. Für dieses Unternehmen wurde bereits der Investorenprozess eingeleitet. Seagon sieht hier Chancen, sich bereits im 2. Quartal 2012 mit einem Investor über die Übernahme zu einigen.