Mikroplastik in der Diskussion

Die Verschmutzung der Gewässer mit Mikroplastik ist längst zum Politikum geworden, zum einem Thema, dem sich niemand mehr verschließen kann. Das Gegenteil ist der Fall, wie das 728. DECHEMA-Kolloquium an Donnerstag, 4. Dezember 2014, 14:30 Uhr, im DECHEMA-Haus in Frankfurt am Main belegt.



Aufklärung tut not! Die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll ist bereits seit längerem bekannt und wird auch auf politscher Ebene diskutiert. (Mehr zum Thema finden Sie auch auf k-online unter der Rubrik "Thema des Monats".) Aber nicht nur in unseren Meeren auch in unseren heimischen Gewässern steigen die Plastikmengen an. Dabei geht es weniger um den sorglosen Umgang mit Plastiktüten, sondern vielmehr um Kunststoffe in Form von kleinen Partikeln, die u.a. in vielen kosmetischen Produkten (Hygieneprodukte wie Zahnpasta, Handwaschmittel, Peelings) enthalten sind. Hauptsächlich werden diese über unser Abwasser in die Umwelt eingetragen. Wie groß die Mengen tatsächlich sind und welche Auswirkungen sie auf das Ökosystem haben, ist noch nicht bekannt. Gefahren können dadurch entstehen, dass sich an Kunststoffen selektive Schadstoffe anlagern oder aufgenommen werden. Die Forschung steht hier am Anfang.

Im Kolloquium werden neben Methoden zur Detektion von Mikroplastik auch erste Befunde im Abwasser und der Umgang mit der Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert.

Programm

Begrüßung und Einführung
Kunststoffpartikel in aquatischen Ökosystemen
Prof. Dr. Christian Laforsch, Universität Bayreuth

Analytischer Nachweis von Mikroplastik mittels mikro-FTIR Spektroskopie
Dr. Martin Löder, Alfred Wegener Institut, Helgoland

Mikroplastik im Abwasser / Umgang mit Plastik im Abwasser, Einschätzung der Gefahren im Verantwortungsbereich der Kommunen
Burkard Hagspiel, Stadtentwässerung Nürnberg

Relevanz von Mikroplastik in verschiedenen Medien – erste Überlegungen
Dr. Claus-Gerhard Bannick, Umweltbundesamt Dessau

Mikrokunststoffpartikel in kosmetischen Mitteln–
Wo und wie können sie ersetzt werden?

Dr. Klaus Rettinger, IKW-Industrieverband Körperpflege, Frankfurt

Moderation:
Prof. Dr. Christian Laforsch, Universität Bayreuth

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