28.10.2015

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Milacron: "Klear Can" besteht wichtige Lebensmittelsicherheitsprüfung - Produktionsreife in Sicht

Wie die Milacron Holdings Corp. kürzlich bekannt gab, hat die Klear Can-Technologie eine wichtige Lebensmittelsicherheitsprüfung erfolgreich bestanden und wird nun weiteren Prüfungen bezüglich bestimmter Aspekte unterzogen (siehe auch plasticker-News vom 17.04.2015).

Laut Milacron ist die Klear Can eine ideale Alternative zur Metalldose für Obst, Gemüse, Suppen, Fleisch und weitere Produkte. Für die Befüllung, den Verschluss und die Sterilisation der Klear Can kommen demnach die auch bei Metalldosen verwendeten Anlagen zum Einsatz, so dass minimale nachgeschaltete Investitionen notwendig seien. Mit Klear Can sollen Hersteller in der Lage sein, Dosen am Befüllort herzustellen, womit die Dose preislich mit der Metalldose konkurrieren könne. Zudem können Markeninhaber die Produktqualität dem Verbraucher so direkt vorzeigen.

Bevor ein neuer Behälter für Lebensmittel oder Getränke in den Handel gebracht werden kann, muss er eine allgemein anerkannte Serie von Prüfungen auf Dichtigkeit der Doppelfalz oder der Behälterstruktur bestehen. Der normale Test ist ein Biotest, eine vergleichende Methode zur Prüfung der Undichtigkeitsrate eines Behälters bzw. seiner Verschlüsse.

Beim Doppelfalz handelt es sich um ein Metallformungsverfahren, bei dem das zu verschließende Ende mithilfe eines Bördelkopfes auf den Behälter gesetzt und abgedichtet wird. Dieses Verfahren umfasst zwei Schritte:

Im ersten Schritt biegt die Falzrolle den zu falzenden Werkstoff, der mit einem biegsamen Verbundstoff ausgekleidet ist, auf das Flanschmaterial des Behälters.

Im zweiten Schritt wird der dadurch zwischen dem Endmaterial mit Verbundstoff und dem Hauptmaterial entstehende Doppelfalz geglättet, so dass sich ein hermetisch abgedichteter Verschluss ergibt.
Auch wenn das Doppelfalzprinzip einfach erscheint, beinhaltet es zahlreiche Parameter, die die Qualität und die Haltbarkeit des Doppelfalzes beeinflussen können. Der Doppelfalz gilt als der komplexeste und kritischste Faktor, der sicherstellt, dass der Verschluss zwischen dem Dosenende, dem Verbundstoff des Dosenendes und dem Hauptmaterial die Verarbeitungstemperaturen von bis zu 121 Grad Celsius aushält. Der Verschluss muss zudem von außen einwirkenden Kräften in Verbindung mit dem Sterilisationsverfahren und der Handhabung widerstehen, ohne undichte Stellen zu entwickeln, durch die Mikroorganismen eindringen oder im Falle von Getränkebehältern innerer Druck entweichen könnte.

Nach der Durchführung strenger Biotests bezüglich der Funktionstüchtigkeit des leicht zu öffnenden Doppelfalzdeckels der Klear Can ergab sich den weiteren Angaben zufolge, dass dieser Behälter geeignet und sicher verschlossen ist. Dies sei ein mehr als deutlicher Beweis der Innovationskraft der Klear Can, da dieses Verfahren auf einer branchenüblichen Metalldosenverschlussanlage durchgeführt wird, bei der lediglich andere Rollen auf einem Standard-Bördelkopf eingesetzt werden. Die Praxistests von Klear Can wurden nun in Belgien fortgesetzt, wo die Dosen in einer isolierten Umgebung mit Gemüse gefüllt wurden und nun für Marktversuche bereitstehen. Zudem wurden Geschmacksproben mit Verbrauchern durchgeführt, denen im Rahmen von Marktumfragen und bei Fokusgruppen mit Obst gefüllte Klear Cans präsentiert wurden. Bisher stoßen die Klear Cans laut Milacron hinsichtlich ansprechender und attraktiver Aufmachung bei den Verbrauchern auf Zustimmung.

Steve Morris, Vice President und General Manager Co-Injection Systems bei Milacron: "Wir sind extrem zufrieden mit dem Fortschritt unseres Klear Can-Produktes. Es kommt der Marktreife mit Riesenschritten näher, da sich nun bedeutende Anwender an den Marketingtests beteiligen. Wir sind der Auffassung, dass dieses Produkt und unsere Ausrüstung weitere Beispiele von leistungsstarken, zuverlässigen Lösungen sind, die einzigartigen Verbraucheranforderungen gerecht werden."

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