14.06.2011

Technische Universität Chemnitz

Mit Leichtbau noch weiter fahren

Großserientaugliche Technologien stehen beim Innovationsforum „ThermoComp“ am 29. und 30. Juni 2011 an der TU Chemnitz im Mittelpunkt

Leichtere Fahrzeuge fahren weiter. Dies gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge und auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Um die Masse von Fahrzeugen zu reduzieren, bieten textilverstärkte Kunststoffe dank der leichten und festen Fasern, wie zum Beispiel der Kohlenstofffasern, viele Vorteile. Allerdings fehlen noch immer für die Großserienfertigung derartiger Faserverbundbauteile geeignete Technologien. Vor diesem Hintergrund findet am 29. und 30. Juni 2011 an der Technischen Universität Chemnitz das Innovationsforum „Großserientaugliche Technologien für textilverstärkte, thermoplastische Hochleistungsbauteile (ThermoComp)" statt. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Vorhaben soll eine Plattform für die Entwicklung einer neuen Generation von großseriennahen Herstellungstechnologien für thermoplastische Preforms geschaffen werden. Das Innovationsforum soll Kompetenzen zum Aufbau eines nachhaltig wirkenden regionalen Bündnisses auf diesem Gebiet bündeln. Referenten aus Industrie und Forschung gestalten an beiden Tagen ein vielseitiges Vortragsprogramm rund um das Thema der thermoplastischen Preformtechnologie und zeigen neue Einsatzfelder faserverstärkter Hochleistungsbauteile für den Strukturleichtbau auf.

„Die textilen Preforms bilden das Kernelement der Verstärkungsstruktur und erlauben aufgrund der inkorporierten Thermoplastmatrix eine kosteneffiziente Bauteilherstellung in Massenserienfertigung“, erläutert Prof. Dr. Lothar Kroll, Leiter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz. "Nur durch großserientaugliche Technologien lassen sich Faserverbunde für Leichtbauanwendungen kostengünstig herzustellen, um so der wachsenden Nachfrage - vor allem aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie - gerecht zu werden", ergänzt der Professor. Mit funktionsintegrierten Hybrid-Bauweisenkonzepten könne eine deutliche Gewichtsreduzierung der Endprodukte und damit die Senkung des Kraftstoffverbrauches und der CO2-Emission bei Fahrzeugen und Flugzeugen erreicht werden.

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