21.10.2010

VolkswagenStiftung

Moleküle und Elektronen in schwungvollem Takt

Lichtenberg-Professor Jascha Repp zeigt, dass sich beim Stromfluss durch Moleküle deren Atomkerne und Elektronen nicht unabhängig, sondern gekoppelt bewegen. Die Ergebnisse zur Molekularelektronik werden jetzt in Nature Physics veröffentlicht.

Elektronische Geräte wie Computer, Handy und Co. werden immer kleiner und effizienter. Großen Anteil an dieser Entwicklung hatte bislang die Mikroelektronik. Um technologische Grenzen der Miniaturisierung zu überwinden, erforscht man Alternativen zur herkömmlichen Halbleiterelektronik. Eine Option ist die Molekularelektronik, bei der elektronische Schaltungen künftig direkt aus einzelnen, leitfähigen Molekülen verdrahtet werden sollen. Solche molekularen Drähte untersucht Jascha Repp in Zusammenarbeit mit Kollegen des IBM Research – Zurich. Der Experimentalphysiker hat seit 2007 eine Lichtenberg-Professur an der Universität Regensburg inne, die die VolkswagenStiftung mit rund 1,5 Millionen Euro finanziert.

Jetzt haben die Wissenschaftler in bestimmten molekularen Drähten Anzeichen für eine Kopplung der Bewegung von Atomkernen und der Bewegung von Elektronen beobachtet. Bisher ging man davon aus, dass sie sich unabhängig voneinander bewegen. Das Forscherteam um Jascha Repp konnte dagegen zeigen, dass sie gekoppelt sind und diese Kopplung deutlich in Erscheinung tritt. Diese Entdeckung veröffentlichen sie im Journal Nature Physics – zu finden als Advance Online Publication auf der Website des Fachmagazins.

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