15.11.2011

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Montanuni Leoben: Erfolgreiches Kunststoff-Kolloquium zum Thema "Polymerer Leichtbau"

Innovative Leichtbaulösungen aus Kunststoffen und Composites gestalten die Zukunft, denn diese muss leichter und funktionsintegrierter werden, so der einhellige Tenor der rund 250 internationalen Experten, die auf Einladung der Leobener Kunststofftechniker am 20. Leobener Kunststoff-Kolloquium zum Thema "Polymerer Leichtbau" teilnahmen.

Hybridfahrzeuge, Elektromobilität, Luftfahrt - so unterschiedlich die Antriebssysteme auch sein mögen, sie alle eint das Streben nach energieeffizienten Leichtbaulösungen. Aus diesem Grund wurde das traditionelle Leobener Kunststoff-Kolloquium 2011 unter das Motto "Polymerer Leichtbau" gestellt. Die rund 250 internationalen Experten fokussierten sich auf kunststofftechnische Fragestellungen, die alle Facetten des Leichtbaus - von der Carbonfaser bis zum Leichtbauauto - umfassten.

Die Konferenz wurde vom Rektor der Montanuniversität Leoben Univ.-Prof. Wilfried Eichlseder und dem Universitätsratsvorsitzenden Dr. Hannes Androsch eröffnet. In ihren Ansprachen hoben beide die Bedeutung des werkstoffübergreifenden Leichtbaus für den Forschungsstandort Leoben hervor und unterstrichen die herausragende Position der Kunststofftechnik Leoben. "Wir werden den Bereich der Kunststofftechnik zu einem international sichtbaren ´Center of Excellence´ weiter ausbauen", so Androsch, der auch die Weiterentwicklung des PCCL (Polymer Competence Centers Leoben) gemeinsam mit der Studienrichtung Kunststofftechnik zu einem Comet-Zentrum als Ziel nannte.

Gemeinsam mit der Polymer Competence Center Leoben GmbH sind am Standort Leoben mehr als 200 Kunststofftechniker in der Forschung tätig. Als einzigartig wird hierbei die enge Zusammenarbeit mit der Industrie beschrieben, die auch in den Vorträgen renommierter Industrievertreter gewürdigt wurde. So betonte Prof. Burkhard Göschel, Technikvorstand der MAGNA International, die Bedeutung des Leichtbaus für die Automobilindustrie aufgrund der Anforderungen aus der Nachhaltigkeit. Auch der weitere Ausbau der Forschungsaktivitäten ist für den MAGNA-Manager von großer Bedeutung. Ein Appell, der bei den Veranstaltern auf offene Ohren stieß.

Über das Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL)
Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) gilt als ein führendes österreichisches Zentrum für kooperative Forschung im Bereich Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften. Gemeinsam mit Unternehmen der Kunststoffwirtschaft und Universitäten (u.a. Montanuniversität Leoben) werden von den rund 90 hochqualifizierten MitarbeiterInnen F&E-Projekte für innovative Kunststofflösungen in einem breiten Feld von Anwendungen (von Automotive-, Luftfahrt- und Packaging- bis hin zu Solar- und Photovoltaikanwendungen) bearbeitet. Auf Basis mittelfristiger Kooperationen arbeitet das PCCL hierbei eng mit namhaften österreichischen Unternehmen (u.a. AT&S, Andritz Hydro, FACC, MAGNA, Semperit oder Isovoltaic), aber auch mit Global Playern wie CONTI, DOW oder Oerlikon Balzers zusammen.

Als sogenanntes K1-Zentrum wird das PCCL auch im Rahmen des COMET-Programms der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert, wofür bis 2013 ein Budget von € 20 Mio. für die Forschung zur Verfügung steht.

Über die Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben
Das Ausbildungskonzept für Kunststofftechnik wurde an der Montanuniversität Leoben Ende der 1960er - Jahre erstellt. Das im Jahre 2011 neu geschaffene Department für Kunststofftechnik beherbergt zurzeit etwa 95 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzt sich aus 6 Lehrstühlen zusammen. Entsprechend der Kernkompetenzen der Montanuniversität entlang der Wertschöpfungskette integriert auch die Kunststofftechnik alle notwendigen Fachbereiche "Vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt": von der Chemie der Kunststoffe über die Werkstoffphysik und -prüfung, das Konstruieren in Kunststoffen und die Kunststoffverarbeitung bis zum praktischen Einsatz von Kunststoff-Bauteilen und dem Recycling. Die Studienrichtung Kunststofftechnik zählt jährlich rund 30 Absolventeninnen und Absolventen.