13.09.2013

Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V.

Multifunktionale Verbundfolien aus Zellulose und Kohlenstoffnanoröhren

In der Abteilung Verbundwerkstoffe des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e.V. werden mit mehrwandigen Kohlenstoffnanoröhren (engl. Multi-walled carbon nanotubes, CNTs) funktionalisierte, Zellulose-basierte Folien hergestellt. Ein effizientes und umweltfreundliches Verfahren erlaubt es, aus einer CNTs und Zellulose enthaltenden, wässrigen Dispersion CNT/Zellulose-Verbunde wie Folien oder Fasern herzustellen. Durch die Kombination der beiden Konstituenten kann eine bessere Duktilität, eine höhere Zähigkeit sowie eine höhere thermische Stabilität erreicht werden. Untersuchungen zeigen, dass die multifunktionalen CNT/Zellulose-Folien durch das Netzwerk aus CNTs gute Leitfähigkeiten aufweisen. Sie zeigen mehrere sensorische Funktionen, und zwar für Zugdehnung, Temperatur und Umgebungsfeuchte. Insbesondere der relative elektrische Widerstand der CNT/Zellulose-Folien besitzt ein lineares und reproduzierbares Verhalten. Deshalb eignen sich die Folien als Dehnungssensor. Des Weiteren eignen sie sich aufgrund ihrer sich sensitiv ändernden Leitfähigkeit zur Detektion von flüssigem Wasser und sind daher beispielsweise zur Detektion von Wasserleckagen anwendbar.


Kontakt: Prof.Dr. Edith Mäder
emaeder@ipfdd.de