19/09/2013

Kühn TEC Daniel Kühn GmbH & Co. KG

NRW-Wirtschaftsminister besucht Kühn TEC

NRW-Wirtschaftsminister besucht Kühn TEC

„Ich habe nichts zu meckern“ – wenn ein Wirtschaftsminister von einem Unternehmer diese Aussage vernimmt, dann dürfte das runtergehen wie Öl. NRW-Minister Garrelt Duin, der auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas Donnerstag nach Lüdenscheid gekommen war, hörte genau das von Daniel Kühl, Geschäftsführer der Firma Kühn TEC, Spezialist für Vakuumtechnik und Greifsysteme.


Duin, der auch von der SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Crone und Bürgermeister Dieter Dzewas begleitet wurde, zeigte sich sehr angetan von der Erfolgsgeschichte des Unternehmens. 1995 gründete der heute 48-Jährige den Betrieb aus der Arbeitslosigkeit heraus mit Unterstützung der Agentur für Arbeit. Das erste Büro war die Küche eines Freundes. Stetig wuchsen Programm und damit auch die Anzahl der Mitarbeiter. Bis heute sind es 18 und im nächsten Jahr sollen voraussichtlich drei weitere hinzukommen. „Die Anfänge waren zäh und schwer. Ich musste mich da ganz schön durchkämpfen“, erinnert sich Daniel Kühn. Dann aber sammelte er immer mehr Kontakte und Anlaufstationen, besuchte regionale Ausstellungen, ließ sich von kompetenten Experten – ob von der Agentur für Arbeit, der Agentur Mark, der Wirtschaftsförderung der Stadt oder dem Unternehmensberater Gerhard Jochheim – beraten. „Man kann nicht nur in der Küche sitzen bleiben. Es gibt so viele Möglichkeiten, um Förderungen in Anspruch zu nehmen und sich zu orientieren.“
Duin will Firmenförderung vereinfachen


So habe sein Kompetenzteam auch darauf gedrängt, das Unternehmen zertifizieren zu lassen und damit Kundenansprüchen gerecht zu werden. Eine große Rolle spielt für Kühn zudem, Talenten unabhängig von der Schullaufbahn eine Chance zu geben. So hat er mit drei Auszubildenden aus der Profilklasse der Ganztagshauptschule Stadtpark gute Erfahrungen gemacht.


Einen Verbesserungsvorschlag hatte Daniel Kühn am Ende dann doch noch für den Wirtschaftsminister: „Eine finanzielle Unterstützung für die Zertifizierung wäre wünschenswert. Denn da kommen sehr schnell 60.000 Euro zusammen, und das ist für einen kleinen Betrieb sehr viel Geld.“


Garrelt Duin nahm die Anregung mit und kündigte an, die Firmenförderung zu vereinfachen. „Die Richtlinien und Förderwege gleichen ja dem Schaltplan eines Atomkraftwerkes.“ Die Abbruchquote liege bei 20 Prozent. Das sei viel zu hoch.


Quelle: derwesten.de