05.02.2012

www.gupta-verlag.de/polyurethane

Naturfaserverstärktes Polyurethan für den Automobilleichtbau

Laut Unternehmen ergibt sich aus der vergleichsweise geringen Dichte der Naturfasern ein großes Potenzial für Leichtbauanwendungen. Flachsfasern haben z. B. eine Dichte von ca. 1,45 g/cm3 und sind damit 37 % leichter als Glasfasern, deren Dichte bei ca. 2,3 g/cm3 liegt. Ein weiterer Vorteil der Naturfasern ist, dass beim Bruch keine scharfen Kanten entstehen, wie es bei Glasfasern und insbesondere Kohlefasern der Fall ist. Für das Crashverhalten in Automobilen spielt dies eine wichtige Rolle. Zusätzlich sind die Energiekosten bei der Herstellung von Naturfasern geringer als bei Glasfasern. Darüber hinaus wird CO2 in den Naturfasern gebunden, was insgesamt zu einer besseren CO2-Bilanz beiträgt.Ziel der Entwicklung war, ein Polyurethansystem zu entwickeln, das einerseits bezüglich Verarbeitbarkeit und Endeigenschaften mit einem Epoxid-Infusionsharzsystem vergleichbar ist und dessen Polyolkomponente zudem einen möglichst hohen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen enthält. Das Ergebnis ist ein niedrig-viskoses, hydrophobes System mit hoher mechanischer Festigkeit. Sonderhoff will das neue Produkt und seine Anwendungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit potenziellen Interessenten weiterentwickeln.

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