29.07.2013

Informationsdienst Wissenschaft - idw

Neuartige Synthese ultrafeiner Nanodiamanten durch nanostrukturierteExplosivstoffeMit

Mit einer neu entwickelten Technik zur Synthese von Nanodiamanten durchdie Detonation von nanostrukturierten Sprengladungen. Hierdurch könnenNanodiamanten mit einer Partikelgröße von 1 bis 3 nm synthetisiert werden.

Bisher konnten keine nanostrukturierte Ladung zur Herstellung vonNanodiamanten zur Detonation gebracht werden. Ein im ISL gemeinsam mit denCNRS und der Universität Straßburg entwickeltes Kristallisationsverfahrenermöglicht
dies. Nanodiamanten können in sehr unterschiedlichen Bereicheneingesetzt werden, sowohl zu medizinischen Zwecken (als
Tracer) also auchfür Kryptographie und optische Schutzbeschichtungen bis hin zur Härtungneuer MaterialienEin Forscherteam von NS3E (gemeinsames Labor von ISL- dem französischennationalen Forschungszentrum CNRS und der Universität Straßburg) haterfolgreich einen Artikel in „Nature – Scientific Reports“ veröffentlicht.Der Artikel trägt den Titel « Understanding ultrafine nanodiamondformation using nanostructured explosives » und beschreibt eine neuentwickelte Technik zur Synthese von Nanodiamanten durch die Detonationvon nanostrukturierten Sprengladungen. Hierdurch können Nanodiamanten miteiner Partikelgröße von 1 bis 3 nm synthetisiert werden.Dies ist eine Weltpremiere, da dieses Experiment ein völlig neuartigesVerfahren verwendet und bisher keine nanostrukturierte Ladung zurHerstellung von Nanodiamanten zur Detonation gebracht wurde. DieseForschungsarbeiten werden unter anderem auch zu einem besseren Verständnisder Detonationsmechanismen auf lokaler Ebene beitragen.Nanodiamanten können in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetztwerden, sowohl zu medizinischen Zwecken (als Tracer) also auch fürKryptographie und optische Schutzbeschichtungen bis hin zur Härtung neuerMaterialien.Bisher wurde die Synthese durch die Detonation von mikrostrukturiertenSprengstoffen erzeugt, hierdurch konnten jedoch nur äußerst geringe Mengenvon Nanopartikeln zwischen 1 und 3 nm erzeugt werden. Der Übergang voneiner mikrostrukturierten zu einer nanostrukturierten Ladung - dank einesebenfalls im ISL entwickelten Nanokristallisationsverfahren - ermöglichtnun die Synthese feinerer Nanodiamanten in deutlich größerer Menge.

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