28.12.2011

Universität Wien

Neue Forschungen zum Verhalten von Nanopartikeln in Gewässern

Nanotechnologie rückt in das Blickfeld der Öffentlichkeit, nicht nur wegen der mit den Potenzialen verknüpften Chancen, sondern auch wegen möglicher Risiken für die Umwelt. So weiß man über den Transport und die Verteilung von Nanopartikeln in Gewässern noch relativ wenig. Um aber Vorteile einer neuen Technologie nutzen zu können, ist es gleichzeitig unabdingbar, Nachteile zu erforschen. Thilo Hofmann, Leiter des Departments für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien, und sein Team publizieren in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology", wie man mit Tests das Verhalten von Nanopartikeln in Gewässern experimentell vorhersagen kann.

Am Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien laufen derzeit mehrere Forschungsprojekte zu Anwendung und Risiken von Nanotechnologie in der Umwelt. Die Wissenschafter untersuchen das Umweltverhalten von technischen Nanopartikeln, entwickeln Messmethoden, um diese Partikel im Wasser, Boden und auch in Nahrungsmitteln nachweisen zu können und erproben die Anwendbarkeit von reaktiven Nanopartikeln für die Grundwassersanierung. "Derzeit gibt es praktisch keine Technik, um künstliche Nanopartikel in Böden oder in Gewässern zu messen. Daher wissen wir auch nicht, wie sie sich genau verhalten. Wir wollen dies mit unseren Arbeiten ändern", sagt Dr. Frank von der Kammer, stellvertretender Leiter des Departments für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien.

Quelle: