07.09.2010

KURZ LEONHARD Stiftung & Co. KG

Neue Wege der Oberflächenversiegelung

Beschichtungssystem von Kurz bietet erhöhten Oberflächenschutz für Kunststoffteile

Es muss nicht immer eine Nasslackierung sein - wer Kunststoffoberflächen vor Abrieb und Chemikalien schützen will, braucht dafür nicht gleich eine Lackieranlage. Der Beschichtungsexperte Kurz stellt auf der K 2010 einen Schutzlack von der Rolle vor, der einfach trocken übertragen wird.

Das neue Produkt ist eine Weiterentwicklung früherer Trockenlacke mit deutlich erhöhtem Abrieb- und Kratzschutz. Es liefert laut Kurz eine ebenso wirksame Oberflächenbeständigkeit wie marktübliche Hochleistungs-Schutzlackierungen. Der trockene Klarlack ist in den Produktvarianten HP(High Performance) Topcoat und UP(Ultra Performance) Topcoat verfügbar. HP Topcoat und UP Topcoat erfüllen die hohen Beständigkeits-Anforderungen verschiedenster Industrien. Sie eignen sich für die Beschichtung von extrudierten Kunststoffplatten sowie für weiße Ware, Kunststoffmöbelteile, Automobilzubehör oder Geräte der Unterhaltungselektronik.

Der HP Topcoat ist thermoplastischer Lack und eignet sich ebenso für Halbprodukte die in einem späteren Arbeitsgang tiefgezogen werden. UP Topcoat ist ein UV-gehärteter Schutzlack für Oberflächen, die eine besonders hohe Abrieb- und Kratzfestigkeit erfordern, wie beispielsweise Kunststoffplatten in der Möbelindustrie, Waschmaschinen- oder Kühlschrankdeckel. Wer nähere Informationen zu den Beständigkeiten wünscht, kann beim Hersteller detaillierte technische Spezifikationen anfordern.

Lacktransfer im Heißprägeverfahren

HP Topcoat und UP Topcoat werden nicht im Lackier-, sondern im Heißprägeverfahren übertragen. Der trockene Lackfilm wird mittels Druck und Hitze von einer Trägerfolie gelöst und auf das Kunststoffsubstrat geprägt. Dieses Verfahren bringt dem Verarbeiter diverse Vorteile. Es bietet Oberflächenschutz in tadelloser Optik. Die Übertragung per Heißprägung liefert zuverlässig eine glatte, homogene Lackschicht. Für den trockenen Transfer werden keine Lösemittel eingesetzt. Das erspart dem Anwender eine kostspielige Entsorgung und erleichtert die Einhaltung der VOC-Richtlinie. Um das Verfahren zu etablieren, sind relativ geringe Investitionen erforderlich. Es werden weder Lackierstationen noch Absauganlagen, weder Trockenkanäle noch Reinigungssysteme benötigt, sondern nur eine Heißprägemaschine, die nach geringer Rüstzeit startbereit ist.

Die Kunststoffteile können ohne Vorbehandlung beschichtet werden. Der Lacktransfer erfolgt in einem einzigen Arbeitsgang. Beschichtete Teile sind umgehend weiterverwendbar, da Trocknungszeiten entfallen. Die Oberfläche ist sofort geschützt, die trockene Lackschicht wird nicht mehr durch Staub verunreinigt oder mechanisch beschädigt. Dadurch lassen sich Ausschusszahlen deutlich verringern. Zusätzlich spart die Reduzierung der Arbeitsgänge Energiekosten. Auch die nach herkömmlichem Lackieren nötigen Reinigungsarbeiten entfallen. Dadurch erweist sich die Beschichtung mit HP Topcoat und UP Topcoat als kostengünstiger Produktionsprozess und effizienter Weg, um Oberflächen dauerhaft vor mechanischen und chemischen Einwirkungen zu schützen. Näheres erfährt man auf der K 2010 am Kurz-Stand A19 in Halle 5.