04.03.2011

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Neues EU-Projekt bringt Europas Magnetforscher zusammen

Am morgigen Dienstag findet das Kick-Off-Meeting zum EU-geförderten Projekt „EMFL – European Magnetic Field Laboratory“ in Nijmegen, Niederlande statt. Das Hochfeld-Magnetlabor Dresden im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) nimmt daran mit Wissenschaftlern, aber auch mit Mitarbeitern aus den Bereichen Recht, Finanzen, Personal und Kommunikation teil, denn es geht darum, die Zusammenarbeit der vier führenden Magnetlabore zur Erzeugung höchster Magnetfelder in Europa zu intensivieren.

Das Hochfeld-Magnetlabor Dresden gehört neben dem Hochfeldlabor der Radboud Universität Nijmegen in den Niederlanden und den auf die beiden französischen Standorte Grenoble und Toulouse verteilten Pendants zu den vier wichtigsten und größten Laboren dieser Art in Europa. Diese vier Labore arbeiten bereits jetzt eng zusammen, wenn es darum geht, für externe Nutzer aus der Forschung höchste Magnetfelder zur Verfügung zu stellen. Ziel des mit einer Fördersumme von vier Millionen Euro ausgestatteten EU-Projekts ist es, den Bekanntheitsgrad der vier führenden Labore weltweit zu erhöhen und somit neue Nutzer zu erreichen. Zugleich geht es um Fragen der Harmonisierung auch auf nicht-wissenschaftlichen Gebieten, also beispielsweise, was Verwaltung und Infrastruktur anbelangt.

Eine medien- und öffentlichkeitswirksame Umsetzung des Vorhabens soll Europa als exzellenten Forschungs- und Wissenschaftsstandort im Bereich der hohen Magnetfelder herausstellen und neue Nutzer begeistern.

Das EU-Projekt EMFL ist auf drei Jahre angelegt und steht auf der ESFRI-Liste, dem „European Strategy Forum on Research Infrastructures“, auf der Europas wichtigste Forschungsprojekte der Zukunft stehen. Prof. Joachim Wosnitza, Direktor des Hochfeld-Magnetlabors Dresden, ist stolz, dass es den drei europäischen Hochfeld-Laboratorien gelungen ist, einen Platz auf dieser strategisch wichtigen Liste zu erhalten. Er sagt: „In der internationalen Forschungslandschaft sind wir schon heute sehr gut vernetzt. Das neue EMFL-Projekt geht nun einen Schritt weiter und bezieht auch strukturelle und verwaltungstechnische Aspekte mit ein, was ihm eine besondere forschungspolitische Bedeutung gibt.“

Quelle: