16.06.2010

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Neues PIR-Schaumsystem mit verbessertem Brandverhalten

Metallverbundelemente mit dem neuen Produkt können im sogenannten Single-Burning-Item-Test (SBI-Test) entsprechend DIN EN 13823 eine B-s1, d0-Klassifizierung mit der Klasse s1 für die geringste Rauchentwicklung erreichen. Dabei hängt die erreichbare Klassifizierung jedoch auch von einer geeigneten Fugenkonstruktion des Verbundelementes ab, so das Unternehmen.

Dies erlaubt den Zugang zu Bauprojekten, bei denen die Rauchklasse s1 bislang die Verwendung anorganischer Kernmaterialien auf Basis von Mineralwolle zwingend erforderlich gemacht hat. Im Vergleich mit Mineralwolle ist die Dämmwirkung von PIR-Schäumen deutlich besser: So hat eine 10 cm PIR-Schicht einen Wärmedurchgangskoeffizienten von rd. 0,25 W/m2K, während der Wert einer gleich dicken Mineralwolldämmung rd. 0,4 W/m2K beträgt.

PIR-Metallverbundelemente können kontinuierlich auf Doppelbandanlagen gefertigt werden. Dabei wird das PIR-Reaktionsgemisch zunächst auf eine Deckschicht aus Metall aufgebracht. Es schäumt auf und verklebt dabei sofort mit der zweiten Deckschicht, die von oben zugeführt wird. Auf diese Weise ist der Hartschaumkern schubfest mit den beiden Deckschichten verbunden.

Die fertigen Verbundelemente sind selbsttragend und zeichnen sich durch hohe Festigkeit bei gleichzeitig relativ geringem Gewicht aus. Laut BMS basiert das neue PIR-Schaumsystem auf einem Polyester, dessen Herstellprozess den Anfall von Nebenprodukten deutlich reduziert.

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