23.09.2013

INTRAVIS GmbH

Neues Preform-Inspektionssystem: PreWatcher III

Sechs hochauflösende Kameras für die Seiten-Inspektion

Jeglichen Preform mit Qualitätsabweichungen eliminieren, dabei schnelleren Zykluszeiten standhalten und sich nahtlos in die Produktionslinie integrieren ohne viel Produktionsfläche einzunehmen – der PreWatcher III aus dem Hause INTRAVIS ist den steigenden Anforderungen der Spritzgießer gewachsen.


Im Vergleich zum Vorgängermodell beinhaltet der völlig neu entwickelte PreWatcher III bereits die Preform-Zuführung zum Prüfsystem. Der nach dem Zentrifugalprinzip arbeitende Orientierer ermöglicht es, das Gesamtsystem auf einer Fläche von nur ca. 8m² bei einer maximalen Höhe von 2,50m unterzubringen. Mit einer Prüfleistung von bis zu 72.000 Preforms pro Stunde ist das System in der Lage, die Produktion selbst der aktuellen Schnellläufer inline zu 100% zu prüfen.


Auch bei der Präsentation der Preforms beschritt INTRAVIS neue Wege um eine optimale Präsentation der Prüfflächen auf engstem Raum zu ermöglichen: Die Preforms werden zunächst durch das „VT-Rad“ abgeteilt, um dann einzeln auf sich drehenden Tellern angesaugt zu werden. Dies ermöglicht den insgesamt 8 Kameras einen optimalen Blick auf alle zu inspizierenden Details. Die neuentwickelte Dichtflächenprüfung mit Farbkamera und Bicolor-Mehrwinkelbeleuchtung ermöglicht es, Kratzer und Kerben an der Mündung zu detektieren, ohne sich von den dort oft vorhandenen Form-Trennnähten irritieren zu lassen. Während für die Prüfung des Anspritzpunktes die bewährte Technik des Vorgängermodells übernommen wurde, kommen nun für die Seitenwand- und Gewindeprüfung insgesamt 6 hochauflösende Kameras zum Einsatz. Getreu dem INTRAVIS-Motto „Mehr Rohdaten ermöglichen bessere Entscheidungen“ werden mit diesen Kameras eine Vielzahl von Aufnahmen gemacht, während sich der Preform vor ihnen dreht. Damit wird eine komplette Abwicklung des Preform-Umfangs dem Bildverarbeitungssystem zur Verfügung gestellt. Über das patentierte Hintergrund-Unterdrückungsverfahren wird bei transparenten Preforms die Darstellung der Preform-Hinterseite unterdrückt, so dass Kontaminationen, Schlieren, Kratzer, Unmelts, Ölspritzer etc. korrekt erfasst und bewertet werden können. Dabei wird gleichzeitig der Vorformling geometrisch vermessen und die Wandstärke ermittelt. Praktisch alle Gewindemaße werden durch die speziell auf das Gewinde ausgerichteten Kameras erfasst und vermessen. Gleichzeitig werden auch die Kavitätennummern gelesen, so dass Preforms aus bestimmten Formnestern aussortiert werden können oder Fehler statistisch bestimmten Kavitäten zugeordnet werden können. Das funktioniert auch für opake Preforms.
Die Erfassung der Farbabweichung der Vorformlinge im L*a*b*-Raum sowie der Transmission im UV- und IR-Bereich durch ein Spektrometer vervollständigen die Prüfungen.
Alle Sollwerte werden über ein Trainingsprogram angelernt. Für sämtliche Messwerte lassen sich über den Touchscreen der völlig neu überarbeiteten Benutzeroberfläche Toleranzen definieren. Preforms, die diesen Kriterien nicht entsprechen, werden aus dem Produktionsfluss entfernt und die verbleibenden Gut-Preforms gezählt.


Der PreWatcher III lässt sich nicht nur online hinter einer Spritzgußmaschine einsetzen, sondern kann auch offline zur Batchkontrolle von großen Preformmengen eingesetzt werden. Der dann sinnvollerweise zum Einsatz kommende Oktabin-Kipper und Bunker sowie der Oktobin-Verteiler zur Abpackung der geprüften Gut-Preforms werden ebenfalls von INTRAVIS angeboten. Sie sind optimal auf die Anlage angepasst und werden zentral über den PreWatcher III gesteuert.


PreWatcher III am INTRAVIS-Stand: 11A58