26.10.2010

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ONI Temperiertechnik Rhytemper: Systemlösungen zur energieeffizienten wie wirtschaftlichen Temperierung

Die ONI Temperiertechniksparte zeigt auf der K 2010 mehrere Neuheiten zur nachhaltigen Reduzierung des Energieverbrauches und zur Produktivitätssteigerung. Damit will man demonstrieren, wie die Temperierung durch Systemlösungen aus einer Hand noch energieeffizienter und wirtschaftlicher erfolgen kann.

Lösungen zur Reduzierung von Energie- und Herstellkosten gehören schon seit jeher zum Kerngeschäft der ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH aus Großröhrsdorf, Sachsen. Diese Lösungen und die dazugehörigen Technologien wurden zur K 2010 weiterentwickelt, so dass Rhytemper wieder neue Produkte zur nachhaltigen Reduzierung der Energiekosten und zur Verbesserung der Produktqualität präsentieren wird:

FlowWatch jetzt mit Vorlauftemperaturen von bis zu 130°C
Die bereits in der Praxis bewährte, elektronische und werkzeugnahe Wasserbatterie FlowWatch wurde auf Basis einer Plattform- und Baukastenstrategie konsequent weiterentwickelt und ist nun mit zwei unterschiedlichen Messmethoden zur Durchflussmessung sowie 3 Varianten zur Durchflussdosierung erhältlich.

Das wesentliche Merkmal der FlowWatch Familie ist der große und durchgängige Messbereich des Durchflusses von 0,3 bis 40 l/min sowie die Möglichkeit auch Temperiermedien-Vorlauftemperaturen von maximale 130°C zu verwalten.
Zur Durchflussmessung kann der Anwender hierbei auf eine Turbine, die im Vorlauf installiert und durch einen Feinfilter geschützt wird, sowie die auf einem uralten Messprinzip basierende Wirbelstrom- oder Vortex-Messung zurückgreifen. Anders als bei vergleichbaren am Markt erhältlichen Vortex-Messungen setzt ONI hier auf ein System mit einer Versorgungs- und Signalspannung von 24V sowie einem vollständig in Kunststoff gekapselten Piezo-Messaufnehmer. Die Messgenauigkeit ist bei diesem System höher als bei bisher eingesetzten Vortex-Verfahren und das Verschmutzungsrisiko des Sensors ist vergleichsweise gering. Die Turbinen und Vortex Messsungen sind konstruktiv so ausgestaltet, dass sie ohne Adapter in den ONI Messingblock eingesetzt und auf Grund gleicher Ausgangssignale zur Steuerung sogar gegeneinander getauscht werden können.

Ventilarten zur Mengendosierung und Visualisierungen flexibel wählbar
Eine hohe Flexibilität findet sich auch bei der Mengendosierung in den einzelnen Kühl- oder Temperierkreisen wieder. Jeder Kreislauf kann wahlweise mit einem Handregulierventil, stetig wirkendem Motorventil oder einem Magnetventil ausgerüstet werden. Ebenso ist eine Kombination der einzelnen Ventilarten auf einem Verteilerblock möglich. Wie bei der Durchflussmessung sind die Ventilarten auf Grund eines gleichen Ventilsitzes gegeneinander austauschbar. Auch bei der Art der Visualisierung und Verarbeitung der Messwerte stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So kann nahezu jede Aufgabenstellung optimal und bedarfgerecht realisiert werden. Die kompakte Bauform des Medienverteilers ermöglicht eine werkzeugnahe Installation mit geringsten Druckverlusten und damit minimalem Energieaufwand, sowie einen niedrigen Verschlauchungsaufwand.

Energieeinsparung und Risikominimierung durch "druckluftfreie" Werkzeugentleerung
Ein weiteres Highlight auf der K 2010 soll das Rhytemper MouldEvac System werden, eine Werkzeugentleerung ohne Druckluft. Das MouldEvac System basiert auf dem Prinzip der Unterdruckerzeugung. Über eine spezielle Strahlpumpe (Venturidüse) wird hierbei ein Unterdruck erzeugt und das Werkzeug damit entleert. Ein kostenintensives Ausblasen der Werkzeuge soll mit dieser Technologie nicht mehr erforderlich sein.

Die Hauptvorteile sind dabei die Energiekosteneinsparung durch Reduzierung des Druckluftverbrauches sowie die Risikominimierung durch Vermeidung von Wasserrückschlag in die Druckluftleitung. Das MouldEvac kann als Funktionseinheit in jede vorhandene Werkzeugkühlung oder -Temperierung integriert, oder elektronisch angesteuert in das Impulstemperiersystem Rhytemper eingebunden werden.

Optimierte Werkzeugvorwärmung durch Vorwärmung, Diagnose und Filtrierung in einem Gerät
Mit dem Rhytemper MouldCheck zeigt ONI Temperiertechnik erstmals eine multifunktionale und kompakte Einheit zur Werkzeugvorwärmung, Werkzeugdiagnose und Filtrierung des Wasserkreislaufes am Werkzeug.
Vor dem eigentlichen Vorwärmen des Werkzeuges und dem damit verbundenen enormen Energieeintrag wird das vom Lager stammende Werkzeug auf der Produktionsmaschine oder einem separaten Vorwärmplatz einer Werkzeugdiagnose unterzogen. Hierbei werden die Kühlkreisläufe auf ausreichende Durchgängigkeit überprüft und mit gespeicherten Referenzwerten verglichen. Gleichzeitig findet eine Filtrierung des Wasserumlaufs statt. Die sich bei der Werkzeuglagerung abgesetzten Schwebestoffe werden dabei über einen Feinfilter separiert und dem Wasser entzogen. Erst nachdem sichergestellt ist, dass alle Kreisläufe des Werkzeugs ausreichend durchströmt sind, beginnt die eigentliche Werkzeugvorwärmung. Die Produktionslinie kann somit unmittelbar nach dem Aufwärmen erste i.O.-Teile produzieren. Unnötiger Energieverbrauch und Maschinenstillstandszeiten durch Aufwärmung von wassertechnisch nicht funktionsbereiten Werkzeugen (zugesetzte Kühlkanäle), sowie Fehlteile sollen somit vermieden werden.

Weitere Vorteile bietet die Werkzeugvorwärmung mit dem MouldCheck auf einem externen Vorwärmplatz. Die in Temperiergeräten installierte maximale Heizleistung wird in der Regel nur für die Werkzeugvorwärmung benötig. Im Produktionsprozess reduziert sich die benötigte Heizleistung hingegen auf einen Bruchteil oder fällt in Verbindung mit der Impulstemperierung von Rhytemper gänzlich weg. Bei externer Werkzeugvorwärmung kann somit die Heizleistung der Temperiertechnik an der Spritzgießmaschine selbst auf ein Minimum reduziert werden.

Hohe Prozessstabilität und geringe Wartungskosten mit der Mehrkreistemperierung Rhytemper
Neben der Zykluszeitreduzierung und Energieeinsparung zählen die mit dem Impulstemperierverfahren Rhytemper zu erzielende hohe Prozessstabilität, sowie die vergleichsweise niedrigen Wartungskosten zu den Hauptvorteilen dieser Technologie. Auf der K 2010 werden diese Systeme auf mehreren Spritzgießmaschinen mit mehreren Anwendungen, unter anderem aus der Medizintechnik zu sehen sein. Gezeigt werden einige Weiterentwicklungen in der Bedienerführung und Tools zur weiteren Optimierung des Produktionsablaufes und zur Reduzierung von Maschinenstillstandszeiten:

An zwei ENGEL Spritzgießmaschinen wird eine werkseitige Vollintegration des Rhytemper Systems mit Anbindung an die Maschinensteuerung zu sehen sein. Sumitomo Demag zeigt die Anbindung der elektronischen Wasserbatterie FlowWatch und auch der Impulstemperierung Rhytemper über eine vnc Schnittstelle. Bei dieser Technologie wird die dem Benutzer bekannte ONI-Bedienoberfläche "geklont" und in identischer Darstellung auf dem Bedienfeld der Spritzgießmaschine angezeigt. Eine mobile Installation des Rhytemper ist an einem weiteren Maschinenfabrikat zu sehen. Die Vollintegrationen mit werkseitigem Einbau und Verschlauchung des Rhytemper Systems einschließlich Schnittstelle zur Maschinensteuerung bieten viele Hersteller von Spritzgießmaschinen standardmäßig an.

Konturfolgende, segmentierte Temperierung rundet das Produktspektrum ab
Die ONI Temperiertechnik steht seinen Kunden auch als kompetenter Ansprechpartner bei der Werkzeugkonstruktion und bei Werkzeugoptimierungen zur Seite. Durch eine Kombination aus Werkzeugeinsätzen bei denen die Kühl- und Temperierkreise segmentiert, der Kontur folgend und nah zur Kavität angeordnet sind mit der bewährten Impulstemperierung Rhytemper lassen sich nach Firmenangaben nachweislich zum Teil "atemberaubende" Zykluszeitreduzierungen bei gleichzeitiger Verbesserung der Formteilqualität und Prozessstabilität erzielen.

Weitere Informationen: www.oni-rhytemper.de

K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf,
Halle 10, Stand H20 und Halle 12, Stand A35