20.01.2014

Fraunhofer-Gesellschaft

Oberflächenmodifizierung von cellulosebasierten Fasern für Faserverbundwerkstoffen

Durch cellulosebasierte Fasern als Verstärkungskomponente in Kunststoffen können deren Eigenschaften optimiert werden. Eingesetzt werden diese Faserverbundwerkstoffe in allen Bereichen, in denen besondere Anforderungen an Bauteile gestellt werden. Durch das hohe Potenzial dieser Werkstoffe für den Leichtbau sind sie derzeit vor allem für die Automobilindustrie interessant. Aber auch in der Bau- und Möbelindustrie sind vielfältige Anwendungen möglich.

Cellulosebasierte Fasern besitzen aufgrund ihres natürlichen Ursprungs auch Eigenschaften, die ihren Einsatz bislang erschwerten. So weisen sie eine hohe Variabilität ihrer morphologischen Eigenschaften sowie eine ausgeprägte Hygroskopizität auf. Diese führt zu Dimensionsveränderungen durch Aufquellen des Materials. Die hydrophile Oberfläche von cellulosebasierten Fasern erschwert die Anbindung an die Matrix-Materialien – dies hat großen Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften der Verbundwerkstoffe.

Durch verschiedene Vorbehandlungsschritte der cellulosebasierten Fasern lassen sich unter anderem die chemischen Eigenschaften der Faseroberfläche sowie die Feuchtigkeitsaufnahme und die Formvariabilität der Fasern beeinflussen. Auch die Eigenschaften der resultierenden faserverstärkten Komposite können durch eine Modifizierung der Fasern verändert werden. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Beeinflussung der Faser-Matrix-Haftung zu, die einen starken Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften der Komposite hat.

Das aktuelle Webinar des Fraunhofer WKI am 21.1.2014 gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und über Projekte des Anwendungszentrums für Holzfaserforschung zur Oberflächenmodifizierung. Das Online-Seminar richtet sich vor allem an Teilnehmer aus dem Automobilbau, der Bau- und Möbelindustrie.

Weitere Informationen zu den kostenfreien Webinaren des Fraunhofer WKI finden Sie unter