17/09/2012

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Octagon: 25 Jahre Messen und Regeln in der Blasfolienextrusion

Seit einem Vierteljahrhundert trägt die Octagon Process Technology GmbH, Würzburg, mit ihrer Mess- und Regeltechnik dazu bei, dass Hersteller von Blasfolien ihre Produktqualität und ihre Verarbeitungseffizienz optimieren können. Das von Prof. Dr. Veit-Holger Karl gegründete Unternehmen begann 1987 mit der Entwicklung elektronischer Komponenten und nahm bald darauf die Fertigung eigener Systeme auf, die teils auf hauseigenen Patenten basieren. Heute ist das Unternehmen nach eigenen Angaben mit eigenen Spezialisten und über lokale Industrievertretungen weltweit präsent. Die Produkte seien bei einer Vielzahl internationaler Verarbeiter bei der Herstellung eines breiten Spektrums von Blasfolien im Einsatz. Sie werden zur Nachrüstung direkt und über Vertretungen vertrieben, oder sie sind als integraler Bestandteil von OEM-Systemen erhältlich.

Aktuell umfasst das Angebot in die Steuerung von Folienblasanlagen integrierte sowie offline eingesetzte Qualitätssicherungssysteme, die helfen, die Dicke der Folie über ihre Länge und ihren Umfang gleichmäßig und spezifikationsgerecht zu halten. Dazu gehören Systeme zur Dickenprofilregelung, Online-Profilmessung, Offline-Dickenprofilmessung und gravimetrischen Dosierung. Ihr modularer Aufbau ermögliche hohe Flexibilität bei der Adaption an kundenspezifische Anforderungen.

Als aktuelles Beispiel für ein effizienzsteigerndes, für Neuanlagen und zur Nachrüstung geeignetes System wird der automatisch geregelte Triple-Lip-Kühlring Smartlip TL genannt. Er dient der kontinuierlichen Regelung des Querprofils und damit zur kostensenkenden Minimierung von Folien-Dickentoleranzen. Er ist mit einer integrierten Höhenverstellung und zusätzlich einem dritten Luftstrom ausgestattet. Dieser verteilt die Kühlung automatisiert um den Düsenumfang und korrigiert gezielt Dickstellen durch weniger und Dünnstellen durch mehr Kühlluft. Damit ergebe sich die Möglichkeit, den Ausstoß einer Folienblasanlage deutlich zu steigern. Die Höhenverstellung ermöglicht eine gezielte Beeinflussung der Blasenform (Langhalsfahrweise), um die mechanischen Eigenschaften der Folie während der Produktion zu beeinflussen. So seien zum Beispiel Erhöhungen der Dart-Drop-Werte und der Zugfestigkeit um bis zu 40 % möglich, was wiederum Chancen für eine Dickenreduzierung eröffnen kann.