25.06.2015

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Oeka: Übernahme durch GEKA Group - Geschäftsbetrieb in Bamberg wird fortgeführt

Nachdem die Oeka Oehlhorn GmbH & Co. KG, international tätiger Hersteller von Kunststoff- und Metallkomponenten mit Sitz in Bamberg, zu Beginn des Jahres in die Insolvenz gegangen war (siehe plasticker-News vom 22.01.2015), scheint das Bamberger Traditionsunternehmen nun wieder eine Zukunft zu haben. Der Insolvenzverwalter Joachim Exner hat den Geschäftsbetrieb des Unternehmens an die GEKA Group (GEKA) verkauft. GEKA wird den Angaben zufolge den Standort Bamberg mit allen Beschäftigten übernehmen. Mit der Akquisition will GEKA seine Wachstumsstrategie weiter fortsetzen.

GEKA, einer der weltweit führenden Hersteller von Bürsten, Applikatoren und kompletten Verpackungssystemen für die Kosmetik- und Pharmaindustrie, sieht als neuer Eigentümer von OEKA die globale Marktposition der beiden fränkischen Unternehmen gestärkt. "Unser Ziel ist es, einen global agierenden, deutschen Champion zu schaffen, der spezialisiert ist auf die Entwicklung und Produktion von Applikatoren und kompletten Verpackungssystemen für die Kosmetik- und Pharmaindustrie", sagt Nikolaus Michelsen, Geschäftsführer von GEKA. "Zugleich ist uns daran gelegen, die traditionsgeprägte, familiäre und fränkische Unternehmenskultur bei OEKA auch in Zukunft zu erhalten."

"GEKA ist für OEKA der perfekte Partner, und zwar sowohl im Produktportfolio als auch in der internationalen Ausrichtung", betonte Insolvenzverwalter Joachim Exner, Partner der Kanzlei Dr. Beck & Partner, nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags gestern Abend. "Besonders freut mich, dass GEKA die rund 220 Mitarbeiter übernimmt und sogar Neueinstellungen plant." Der Betriebsübergang ist für Mitte Juli 2015 geplant. Die Gläubiger haben dem Verkauf bereits zugestimmt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

"OEKA ist für uns der ideale Partner, um unsere globalen Wachstumspläne umzusetzen und unsere eigene Wertschöpfungskette zu erweitern", so Amaury de Menthière, Geschäftsführer von GEKA. "Dabei setzen wir vor allem auf die Erfahrung der hochqualifizierten Mitarbeiter von OEKA und die Produktionskapazitäten am Standort Bamberg. Dort werden wir einen Millionen-Betrag investieren, um die technologische Ausstattung mit Blick auf das geplante Wachstum zu erweitern." GEKA erwartet zudem Synergie-Effekte bei den Sachkosten durch die Verbindung der beiden Unternehmen und die Nutzung einer gemeinsamen Marke.

Im Einzelnen plane GEKA, die OEKA-Geschäftsbereiche OEKA BEAUTY und OEKA MED in die eigenen Geschäftsbereiche GEKA Beauty und GEKA Healthcare zu integrieren. Der Geschäftsbereich OEKA TECH soll hingegen in die neugegründete GEKA-Gesellschaft "OEKA TECH Automotive GmbH” übertragen werden. Die Führungskräfte von OEKA sollen teilweise zusätzliche, erweiterte Aufgaben in der GEKA Group erhalten.

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