22.01.2015

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Oeka: Bamberger Hersteller von Kunststoff- und Metallkomponenten stellt Insolvenzantrag - Sanierung über Insolvenzverfahren eingeleitet

Die Oeka Oehlhorn GmbH & Co. KG, international tätiger Hersteller von Kunststoff- und Metallkomponenten mit Sitz in Bamberg, soll über ein Insolvenzverfahren saniert werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Bamberg Rechtsanwalt Joachim Exner von der Kanzlei Dr. Beck und Partner.

"Die Voraussetzungen für die Fortführung des Geschäftsbetriebs im vorläufigen Insolvenzverfahren sind gut", betonte Exner. "Insofern sehe ich grundsätzlich gute Chancen für eine Rettung. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten." In den nächsten Tagen und Wochen will sich der vorläufige Insolvenzverwalter ein exaktes Bild von der wirtschaftlichen Lage machen und alle Sanierungsoptionen prüfen. Ergänzend will Exner unverzüglich direkten Kontakt mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten des Unternehmens aufnehmen.

Die Mitarbeiter wurden demnach bereits über den Insolvenzantrag informiert. Ergänzend wollen Geschäftsleitung und Insolvenzverwaltung die Belegschaft am heutigen Donnerstag auf einer Mitarbeiterversammlung über die Lage und die weiteren Schritte detailliert unterrichten. Die Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate seien über das Insolvenzgeld gesichert. Exner bemühe sich zudem um die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes, damit die Entgeltzahlungen an die Mitarbeiter pünktlich angewiesen werden können.

Über Oeka
Oeka ist ein Familienunternehmen mit über 320 Mitarbeitern und beliefert in seinen drei Marktsegmenten "Oekabeauty", "Oekatech" und "Oekamed" deutsche und internationale Kunden der Kosmetikindustrie, der Automobiltechnik und der medizinischen Gerätetechnik. Der Umsatz in 2014 lag bei ca. 27 Mio. Euro. Die Kernkompetenzen des Unternehmens liegen im Tiefziehen von Metall, im Kunststoffspritzguss, in der Oberflächenveredelung und in der Montagetechnik. Entwicklung und Herstellung von Hybridteilen sowie innovativen Bürstchen und Applikatoren für kosmetische und medizinische Anwendungen sind weitere Schwerpunkte der Produktpalette. Das Unternehmen blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück

Nach einem guten Geschäftsverlauf im Jahr 2013 war die Oeka Oehlhorn GmbH & Co. KG Ende 2014 in eine finanzielle Schieflage geraten. Ursache war ein deutlicher Umsatzrückgang im Geschäft mit Schlüsselkunden. In der Folge entschied sich die Geschäftsführung für ein Insolvenzverfahren, um die nachhaltige Neuaufstellung des Unternehmens zu ermöglichen.

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