19.05.2011

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Optische Systeme auf Diamant- und Kohlenstoffbasis

Dr. Alexander Szameit von der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhält den Preis der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Lasertechnik e. V. (WLT). Dem Mitarbeiter des Instituts für Angewandte Physik (IAP) wird die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung am 23. Mai im Rahmen der Plenary-Session auf dem internationalen „World of Photonics“-Kongress in München überreicht. Ausgezeichnet werden Szameits wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen der Forschungsgruppe 532 „Nonlinear spatio-temporal dynamics in dissipative and discrete optical systems“.

Alexander Szameit arbeitet auf dem Gebiet der Lichtausbreitung in periodischen Medien und entwickelt optische Modellsysteme für die Beschreibung festkörperphysikalischer Phänomene. Eine besondere Stellung nehmen hierbei speziell strukturierte Wellenleiter ein. „Herr Dr. Szameit konnte so unter anderem eine neue Form der Fresnelschen Gleichungen in diskreten Systemen verifizieren sowie bisher unbekannte Formen linearer Oberflächenwellen erzeugen“, erläutert IAP-Direktor Prof. Dr. Andreas Tünnermann. „Damit konnte 70 Jahre altes Lehrbuchwissen erweitert werden, welches nur zwei lineare Oberflächenzustände kannte: sogenannte Tamm- und Shockleyzustände.“

Nach seiner Promotion in Jena, die mit dem Dissertationspreis der Sektion AMOP der DPG ausgezeichnet wurde, ging Szameit als Stipendiat der Leopoldina an das Technion in Haifa (Israel) – eine der weltweit führenden Einrichtungen im Bereich der modernen Optik. Hier wurde er für seine Arbeiten zum „Lady Davis Fellow“ berufen. Im vergangenen Jahr ist Dr. Szameit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einem Wettbewerb zur Förderung junger Nachwuchswissenschaftler an deutschen Universitäten erfolgreich gewesen. Erst in diesem Monat ist Szameit im Rahmen dieses Programms an die Universität Jena zurückgekehrt. Am hiesigen Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) „ultra optics“ setzt er seine Forschungsarbeiten mit Unterstützung des BMBF als einer von zwei Nachwuchsgruppenleitern fort. Im Mittelpunkt der Forschungen stehen optische Systeme auf Diamant- und Kohlenstoffbasis, die grundlegend untersucht werden.

Der WLT-Preis wird jährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der angewandten Laserforschung verliehen. Die Arbeit der WLT konzentriert sich auf die Identifikation und aktive Beförderung strategischer Ziele, um die Laserstrahlung als universell einsetzbares „Werkzeug" wissenschaftlich weiterzuentwickeln und für neue interdisziplinäre Einsatzfelder in den Optischen Technologien nutzbar zu machen.

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