01.09.2011

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Pallmann: Clariant setzt für Masterbatch-Produktion auf Pallmann Mühlen

Clariant Masterbatches ist einer der großen Anbieter mit dem Ruf sichere und stabile Fertigungsprozesse zu betreiben. Dabei profitiert das Unternehmen nach eigenen Angaben von den Eigenschaften der wichtigsten Mühlen: Pallmann-Anlagen unterscheiden sich vom Wettbewerb demnach unter anderem dadurch, dass sie alle wichtigen Clariant Masterbatches ohne spezielle Kühlung mit Flüssig-Stickstoff verarbeiten können. Das führe zu sehr effizienten Prozessen und hochqualitativen Produkten.

Mit etlichen Tausend Tonnen bilden verschiedene PE-Sorten den weitaus überwiegenden Anteil an Mahlgut des italienischen Clariant Werke Merate und Pogliano. Aber auch PET, Prolypropylen (PP) und Polyamide (PA) werden hier für Masterbatch-Anwendungen vermahlen. "Wichtigstes Arbeitsmittel des Unternehmens sind sechs Pallmann Mühlen der Typen PKM 600 und PKM 800 mit 450 bis 1200 Kilogramm Durchsatzleistung pro Stunde", erklärt Produktionsleiter Maurizio Brzuszkiewicz.

Clariant und deren Kunden stellen hohe Anforderungen an die Qualität hier produzierten Masterbatches. Maurizio Brzuszkiewicz: "Generell benötigen wir bei PP and PA Korngrößen kleiner 400 Mikrometer in einem sehr schmalen Korngrößenspektrum. Ganz besonders bei PA und PP für den Einsatz in glasfaserverstärkten Werkstoffen sind extrem enge Partikelgrößenverteilungen und optimale Kornform gefordert, damit die Verarbeiter homogene Mischungen prozesssicher herstellen können."

Um auch bei neuen Werkstoffen vorab sicher zu gehen, dass optimale Qualitäten und Durchsatzmengen ohne zusätzliche Kühlung erreicht werden, hat Clariant das weltweit größte Testzentrum der Zerkleinerungstechnik, das Technologielabor von Pallmann am Stammsitz Zweibrücken genutzt. Hier wurden vielfältige Vorversuche gefahren und besonders die Messerformen und Schneidspalt-Einstellungen kunden- bzw. materialspezifisch optimiert. Schüttgewicht, Feinheit, Kornform und Rieselfähigkeit des Mahlguts wurden auf die geforderten Qualitäten des Endprodukts abgestimmt.

Neben der Produktqualität sind die Kosten entscheidend für den Markterfolg. Diese werden, neben anderen Einflüssen, bestimmt von geringen Wartungskosten, geringem spezifischen Energieverbrauch (auch aufgrund der nicht notwendigen Stickstoffkühlung) und der Produktivität der Mühlen. "Wartungen beschränken sich im Wesentlichen auf das Nachschärfen der Messer. Das fällt bei uns durchschnittlich alle 1500 Stunden an, bei PP und PA etwas häufiger", erklärt Maurizio Brzuszkiewicz. Weitere Wartungsarbeiten seien sehr selten, das gelte auch für die Umstellung auf neue Materialien - was für Robustheit und Variabilität der Einsatzmöglichkeiten sowie für einen kostengünstigen Betrieb spricht.

Nun, mit dem Polygrinder habe Pallmann zudem eine neue Mühle auf den Markt gebracht, die eine Vielzahl weiterer Anwendungsvorteile biete. Insbesondere die Arten der Werkstoffe, die ohne Stickstoff-Zuführung mit hoher Qualität gemahlen werden können, sei erweitert worden, bis hin zu komplexen Materialien wie EVA mit hohen VA-Anteilen. Und ein Polypropylen-Copolymer dürfte keine der anderen marktgängigen Mühlen verarbeiten können.

Über Clariant
Clariant ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Spezialitätenchemie mit Sitz in Muttenz bei Basel. Es umfasst global mehr als 100 Konzerngesellschaften und beschäftigte zum 31. Dezember 2010 rund 16 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte Clariant mehr als 7 Milliarden CHF Umsatz. Das Unternehmen ist in zwölf Geschäftseinheiten gegliedert: Additives; Catalysis & Energy; Detergents & Intermediates; Emulsions; Functional Materials; Industrial & Consumer Specialties; Leather Services; Masterbatches; Oil & Mining Services; Paper Specialties; Pigments; Textile Chemicals.