14.01.2010

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Pawag: Verpackungsspezialist für Energiesparmaßnahmen ausgezeichnet

Die Auszeichnungsveranstaltung "energieeffiziente betriebe" fand Ende 2009 in Wien statt. Das Programm der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums unterstützt Industrie- und Gewerbebetriebe bei der Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen. Pawag Verpackungen aus Wolfurt ist der einzige Hersteller von flexiblen Verpackungen in Österreich, der mit dieser Auszeichnung gewürdigt wurde.

"Dieser Preis bestätigt unser ständiges Engagement in diesem Bereich. Wir beschäftigen uns seit über 15 Jahren intensiv mit dieser Thematik. Schritt für Schritt setzen wir die Einsparungsmaßnahmen um", erklärt Pawag-Marketingleiter Sami Karagülmez. Die Bemühungen des Unternehmens machen sich sprichwörtlich bezahlt, wie das ausgezeichnete Sanierungsprojekt demonstriert: Im Werk I kam es zu einer umfassenden Optimierung der Wärmeerzeugung, im zweiten Werk erneuerte der Betrieb die komplette Drucklufterzeugung. "Insgesamt investierten wir rund 200.000 Euro. Ein Betrag, der sich durch die gesetzten Maßnahmen in fünf bis neun Jahren amortisieren wird - je nach Werk", so Sami Karagülmenz über die wirtschaftliche Bedeutung der Sanierung.

Pawag Verpackungen zählt diesbezüglich zu den Vorreitern in der Branche. "Der Ruf nach umweltverträglichen Packstoffen wird lauter. Die Lebensmittelindustrie zeigt sich als besonders anspruchsvoll, wenn es um die Einhaltung von Umweltstandards geht. Umweltschutz hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Das spiegelt sich in unseren Produkten und auch im gesamten Betrieb wider", meint Josef Lins, Geschäftsführer für Finanzen und Personal.

Optimierung der Wärme- und Drucklufterzeugung
Motiviert von der Absicht, den Energieverbrauch zu optimieren, setzte der Betrieb erste Schritte in Eigenregie. Um die steigenden Energiekosten nachhaltig in den Griff zu bekommen, war die Unterstützung von Experten notwendig. In Kooperation mit dem Beratungsunternehmen ee-consult und dem Vorarlberger Energieinstitut, einer unabhängigen Beratungs- und Forschungseinrichtung, erarbeiteten die Beteiligten einen Maßnahmenkatalog.

Die Realisierung erfolgte in den Jahren 2007 und 2008. Bei der Optimierung der Wärmeerzeugung wurde im Werk I der Öl-Heizkessel in der Verwaltung entfernt, jener in der Produktion wurde durch einen kondensierenden Erdgaskessel ersetzt. Im Zuge dieser Veränderung kam es zu einer kompletten Erneuerung der Wärmeverteilung und -regelung. Dabei erhielten beispielsweise sämtliche Heizungsleitungen eine komplette Wärmedämmung. Im Werk II war ein Austausch ineffizienter Druckluftkompressoren notwendig. Gleichzeitig wurde bei den neuen Kompressoren eine Wärmerückgewinnung installiert. Die Sanierung erforderte auch eine verbesserte Abdichtung der Druckluftleitungen.

"Die Gesamtkosten für die umfangreichen Verbesserungen liegen bei rund 200.000 Euro. Im Werk I führen die umgesetzten Maßnahmen mittlerweile zu jährlichen Energieeinsparungen im Umfang von 260.000 kWh pro Jahr", erklärt Stefan Fischnaller, Projektverantwortlicher und Technischer Leiter von Pawag, die Vorteile der Sanierung und führt weiter aus: "Das bedeutet jährliche Kosteneinsparungen von rund 22.000 Euro. Durch die Reduktion von 50.500 kWh an Wärmeenergie und 85.000 kWh an Strom verringern sich die Kosten im Werk II um rund 11.000 Euro pro Jahr. Aus heutiger Sicht wird sich die Gesamtinvestition in den nächsten fünf bis neun Jahren amortisieren."

Bild: Ausgezeichnete Energieeffizienz - (v. l.) Bundesminister Niki Berlakovich mit Stefan Fischnaller von PAWAG und Berater Emanuel Gstach

Weitere Informationen: www.pawag.at