04.09.2012

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Plastal: Sanierung abgeschlossen

Der Insolvenzverwalter des Automobilzulieferers "Plastal GmbH" (vormals "Dynamit Nobel Kunststoff GmbH"), Siegfried Beck von der Kanzlei Dr. Beck & Partner, hat nach eigenem Bekunden am 03.09.2012 auch die letzte Tochter der Unternehmensgruppe an den französischen Automobilzulieferer Faurecia übertragen. Mit dem Verkauf der "Plastal SAS" mit Sitz im französischen Hambach sind die Sanierung der deutschen Plastal und deren spanischen und französischen Tochtergesellschaften demnach nun abgeschlossen. Insgesamt seien damit nahezu sämtliche rund 3.000 Arbeitsplätze an den sechs deutschen, den vier spanischen und dem französischen Standort gerettet worden.

"Mit der Übernahme erhält auch dieser Plastal-Standort wieder eine langfristige Perspektive unter dem Dach eines weltweit hervorragend aufgestellten strategischen Investors", betonte Beck. "Besonders erfreulich ist, dass wiederum alle Arbeitsplätze erhalten werden konnten." Erwerber ist die Faurecia Investment SAS, ein Tochterunternehmen des französischen Automobilzulieferers Faurecia S.A.. Faurecia zählt zu den größten Automobilzulieferern weltweit. Über den Kaufpreis wurde den Angaben zufolge Stillschweigen vereinbart.

Beck hatte zuvor bereits im Jahr 2010 alle deutschen Standorte des insolventen Automobilzulieferers Plastal GmbH, sowie deren spanische Tochtergesellschaft Plastal Spain SA an Faurecia verkauft und über eine Übernahme der Plastal SAS verhandelt. Diese Verhandlungen traten erst im Sommer 2012 in ein konkretes Stadium und wurden nun erfolgreich abgeschlossen. "Die Geduld der 250 Mitarbeiter und der lange Atem aller Beteiligten hat sich ausgezahlt", so Beck.

Die Plastal GmbH mit Hauptsitz im mittelfränkischen Weißenburg fertigte vor allem Karosserieteile und Stoßfänger aus Kunststoff für die Automobilindustrie und hatte im März 2009 Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Beck war es den weiteren Angaben zufolge gelungen, die Produktion trotz der bislang größten Krise in der gesamten Automobilzuliefererbranche zu stabilisieren und das Unternehmen in vollem Umfang fortzuführen. Letztlich sei es möglich gewesen, durch den schrittweisen Verkauf an Faurecia alle Standorte inklusive fast aller rund 3.000 Arbeitsplätze der Gruppe in drei Ländern zu retten.