PlasticsEurope: Europäische Kunststoffindustrie setzt Aufwärtstrend fort

03.02.2015

Die europäische Kunststoffproduktion stieg auch im vergangenen Jahr leicht (+1,5%), womit sich die 2013 gestartete wirtschaftliche Erholung der Branche fortsetzte. Die Kunststoff-erzeuger profitierten dabei vom Aufschwung in Abnehmerbranchen wie dem Automobilsektor, der Elektro- und der Bauindustrie. Die Nachfrage stieg hier insbesondere im zweiten Halbjahr 2014. Für 2015 wird erwartet, dass sich der leichte Aufschwung fortsetzt (+1%). Die europäische Kunststoffproduktion liegt allerdings weiterhin unter Vorkrisen-Niveau.

„Die Kunststoffindustrie ist eine entscheidende Säule zur Re-Industrialisierung Europas, da sie eine Treiberwirkung für andere Schlüsselbranchen hat. Sie verfügt über einen Multipli-kationseffekt von fast 2,4 Punkten für die Gesamtwirtschaft: So erzeugt einer aktuellen Studie zufolge eine Wertschöpfung von 100 Euro in der italienischen Kunststoffindustrie eine Zunahme in anderen Bereichen der Wirtschaft um rund 238 Euro; und durch jeden Arbeitsplatz, der in der Kunststoffbranche geschaffen wird, entstehen drei weitere Arbeitsplätze in anderen Branchen“, erklärte Karl-H. Foerster, Executive Director von PlasticsEurope. „Der Zugang zu Energie und Rohstoffen zu wettbewerbsfähigen Bedingungen, Anreize zur Förderung von Beschäftigung und Weiterbildung, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eine einheitliche und aufeinander abgestimmte Regulierung sind die entscheidenden Voraussetzungen für unsere Industrie, damit sie weiterhin bedeutende Beiträge für die europäische Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes leisten kann“, so Foerster.

PlasticsEurope präsentierte die neuesten Wirtschaftszahlen für das Jahr 2014 und einen Marktausblick für 2015 zur europäischen Kunststoffindustrie bei einem Round-Table-Gespräch am 22. Januar in Brüssel.

Quelle:
PlasticsEurope Deutschland e. V.


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