23.07.2010

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Polen: Kunststoff-Produzent Elana vor Finanzierungsprobleme für Technologie-und Forschungspark

Der polnische Polyester-Hersteller Elana hat erhebliche Probleme, einen geplanten Technologie-und Forschungspark in der zentralpolnischen Stadt Torun (Thorn) zu errichten. Das berichtet die einheimische Wirtschaftszeitung "Parkiet". Die Schwierigkeit: Elana wird möglicherweise doch nicht die erforderlichen Zuschüsse aus einem EU-Förderprogramm für regionale Projekte erhalten. Der Hersteller habe damit gerechnet, dass die Gemeinschaft nahezu die Hälfte der Investitionskosten von 160 Millionen Zloty (40 Millionen Euro) übernimmt, schreibt das Blatt.

Jetzt hat eine polnische Regionalbehörde, die für das Programm vor Ort mitverantwortlich ist, vorerst entschieden, dass ein einzelner Bewerber maximal zehn Millionen Zloty (2,5 Millionen Euro) bekommen kann. Allerdings ist noch nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit gesprochen. Eine höhere regionale Instanz, die die Förderung insgesamt überwacht, muss diese Entscheidung noch bestätigen. Wann Elana damit rechnen kann, geht aus dem Bericht der Zeitung nicht hervor.

Hintergrund: Der Park ist Bestandteil des strategischen Investitionsprogrammes, das das Unternehmen Ende 2009 beschlossen hat. Er soll unter anderem über eine Bürofläche von 40.000 Quadratmetern verfügen. Elana gehört zur Industrieholding Boryszew, die über mehr als ein Dutzend Tochtergesellschaften verfügt. Diese Gruppe beschäftigt insgesamt 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Informationen: www.boryszew.pl, www.elana.pl