23.11.2010

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Poloplast: Kunststoffrohr-Spezialist investiert 20 Mio. Euro am Standort Leonding

POLOPLAST, ein führender Anbieter von Kunststoffrohrsystemen für Haustechnik, Kanalisation, Wasserversorgung und Compounds, plant an seinem Hauptstandort Leonding/Oberösterreich 20 Mio. Euro zu investieren. Die Investitionen sollen POLOPLAST eine gezielte Neuausrichtung, weiteres Wachstum und eine nachhaltige Absicherung seiner Innovation und Technologieführerschaft ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

20 Mio. Euro für Wachstumsstrategie
Die POLOPLAST-Produkte kommen beispielsweise im Bereich der Haustechnik im schalldämmenden Hausabfluss, in der Hausinstallation, Kontrollierten Wohnraumlüftung, Abgastechnik, Unterdruckdachentwässerung, sowie im Tiefbau im Bereich des öffentlichen Siedlungswasserbaus zum Einsatz. Internationale Referenzprojekte wie der Flughafen Frankfurt, der Museumspalast im Vatikan oder das Conference Palace Hotel in Abu Dhabi wurden mit POLOPLAST Produkten ausgestattet. Zur Fortsetzung der Wachstumsaktivitäten wird nun am Standort Leonding eine Investition von rund 20 Mio. Euro angekündigt.

"Die Investitionen werden in Tranchen von je 4 Mio. Euro von 2011 bis 2015 erfolgen.", sagt der kaufmännische Geschäftsführer von Poloplast, Wolfgang Lux. Dabei wird in Forschung und Entwicklung, neue Extrusionsanlagen, Compounding, Spritzguß sowie in die Infrastruktur investiert.

Wolfgang Lux: "Wir haben uns mit unseren Eigentümern ganz bewusst für die Weiterentwicklung des Standortes Leonding und einen 5-Jahres Plan bei den Investitionen entschieden. "Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über den Cash Flow. Mit diesem Investionspaket sind wir für den weiteren Wachstumskurs hervorragend aufgestellt. Bereits im Jahr 2009 haben wir ein neues Logistikzentrum um 5,3 Mio. Euro fertiggestellt und in Betrieb genommen. Weitere 3,5 Mio. Euro sind 2010 bereits in neue Produktionsanlagen, die Infrastruktur und unser Labor geflossen. Additiv folgen nun die zitierten 20 Mio. Euro im Zeitraum 2011 bis 2015.", so Lux weiter.

Neuausrichtung und internationaler Wachstumskurs
POLOPLAST bedient ein ausgewogenes Länderportfolio und hat sich ein internationales Netzwerk aufgebaut. Hauptmärkte sind Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Skandinavien und Middle East. Als Partner fungieren Baustoff- und Sanitärgroßhändler, Lizenznehmer, Industriekooperationen sowie Generalimporteure.

Mit den Investitionen soll auch die Forschung & Entwicklung am Standort Leonding weiter forciert werden, um die Mehrschichttechnologie von hochwertigen Rohrsytemen weiter auszubauen sowie die Innovationen und Weiterentwicklung der Sortimente voranzutreiben.

POLOPLAST beschäftigt am Standort Leonding 260 Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem Standort in Ebenhofen/Deutschland sind insgesamt rund 320 Mitarbeiter für POLOPLAST tätig.

"Mit der Erweiterung unserer Aktivitäten und der Investitionen werden bis 2015 rund 325 Mitarbeiter am Standort Leonding arbeiten", zieht Wolfgang Lux eine positive Bilanz für die nächsten Jahre.

"Für 2010 erwarten wir mit unseren zwei Standorten einen Umsatz von rund 75 Mio. Euro. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau", meint Lux. "Unsere Wachstumsmärkte befinden sich vor allem in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien sowie Ost- und Südosteuropa."

POLOPLAST hat einen Exportanteil von rund 50% und will seinen Marktanteil durch Investitionen in Innovation erhöhen. Die Jahresproduktion entspricht rund 18 Mio. Formstücken. Im Dreischichtbetrieb wird dabei pro Sekunde 1 Formstück produziert.

Misst man die jährlich produzierte Rohrlänge von POLOPLAST in Kilometern so würde dies einer Streckenlänge von ca. 11.500 km oder der Distanz Johannesburg - Peking entsprechen.

Intensive Zusammenarbeit
im F&E Bereich mit Universitäten und Fachhochschulen
"POLOPLAST arbeitet im Bereich Forschung und Entwicklung eng mit Universitäten und Fachhochschulen zusammen", sagt Wolfgang Lux. "Diese Agenden werden von unserem technischen Geschäftsführer Jürgen Miethlinger wahrgenommen, der bei POLOPLAST unter anderem für Forschung und Entwicklung verantwortlich ist und als Bindeglied zur universitären Forschung agiert." Seit Mitte 2008 leitet Jürgen Miethlinger das Institut "Polymer Extrusion an Building Physics (ipeb) an der Johannes Kepler Universität Linz.

Starker Impuls für Wirtschafts-,
Forschungs- und Wissenschaftsstandort Oberösterreich
"Diese Investition ist ein neuerliches deutliches Signal für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich.", so Landerat Viktor Sigl. "Wir wollen heute bereits dort sein, wo morgen Zukunft stattfindet. Daher ist es besonders wichtig, dass Unternehmen auf Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung setzen, um im Wettbewerb der Regionen in der Spitzengruppe dabei zu sein. Die Entscheidung von POLOPLAST, sein internationales Know-how und seine moderne Technik in Leonding zu erweitern, ist für den oberösterreichischen Wirtschaftsstandort ein Antrieb - sowohl aus wirtschaftspolitischer als auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht."

"Gerade die Kunststoffbranche ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen für Oberösterreich", so Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl. Prognosen zeigen, dass die Kunststofftechnik auch in den nächsten Jahren auf hohem Niveau wachsen werde. "Bereits jetzt erwirtschaftet die Kunststoff-Branche in Oberösterreich einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro und beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher braucht es die Synergien aus Wirtschaft und Wissenschaft für einen erfolgreichen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsstandort."