Luxusbad - dank moderner Composites. Foto: istockphoto

Polymere erobern das Bad: Wellnessoase statt Sanitärtristesse

Lange Zeit mussten sich die Designer bei der Gestaltung von Bädern und Küchen mit konventionellen Werkstoffen wie Stahl und Keramik begnügen. Die Zeiten haben sich geändert: Kunststoffe ebenen den Weg für neue Formen und neues Empfinden.

Lange Zeit mussten sich die Designer bei der Gestaltung von Bädern und Küchen mit konventionellen Werkstoffen wie Stahl und Keramik begnügen. Als Alternative standen für Sanitärobjekte bislang nur Verbundwerkstoffe zur Verfügung, die im Gel-Coat- oder Solid-Surface-Verfahren hergestellt werden und hinsichtlich Haptik, Glanz, Kratzfestigkeit und anderer Gebrauchseigenschaften deutliche Einschränkungen aufweisen. Die Ergebnisse wirken solide, Beständigkeit und Kreativität aber stoßen an ihre Grenzen. Nicht weil es an Ideen mangelt. Die herkömmlichen Materialien lassen einfach zu viele Wünsche offen in puncto Design, Funktionalität und Farbe. Moderne Bäder aber schreien nach neuen Materialien, mit denen sich gegenwärtige Formen und künftige Trends generieren lassen. Die lassen sich jedoch nur mit Hilfe vielseitiger polymerer Werkstoffverbünde realisieren.

Verbundwerkstoffe beziehungsweise Composites, wie sie in Bad und WC verwendet werden, zeigen sich nicht allein vielseitiger in der Gestaltung, sie weisen überdiese ein Eigenschaftsprofil auf, vom dem Edelstahl und Keramiken, wären diese Materialien dazu in der Lage, nur träumen könnten. Dank spezieller Zusätze lassen sich Composites nach ganz individuellen Wünschen und Vorstellungen in Form, Farbe und Haptik frei gestalten, darüber hinaus sind sie um das Drei- bis Vierfache abriebfester und sehr viel kratzbeständiger als gängige Surface- und Gel-Coat-Materialien. Sie eignen sich damit hervorragend für den Einsatz für Bäder unter Dauerbelastung beziehungsweise öffentliche Einrichtung in besonderer Weise.

Der Mehrwert, den Verbundwerkstoffe bieten, ist weitreichend: Designer sind von diesem Material begeistert, weil es ihnen viel gestalterischen Freiraum lässt. Sanitärobjekte aus diesem Werkstoff bestechen zudem durch eine warme und angenehme Haptik, fühlen sich ganz und gar nicht wie „Plastik“ an. Auch größere Werkstücke wie Wannen und Waschtische von bis zu vier Meter Länge lassen sich realisieren. Und, ein Novum, es kann mit diesem Material auf Maß gefertigt werden, auf Wunsch mit integrierten Verschraubungen oder Düsen, die zum Beispiel für Sprudelwannen und Whirlpools benötigt werden. Die Sanitärobjekte sind einfach zu reinigen und, bei Bedarf, ebenso leicht zu reparieren. Kurz und gut: Modernen Composites machen aus tristen Feuchträumen wahre Wellnessoasen. GDeußing