06.06.2012

Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.

Praxis der Bruch- und Oberflächenprüfung

Die praktische Durchführung der Zustandsbeurteilung stützt sich überwiegend auf Methoden der Oberflächen- und Bruchuntersuchung. Das werkstoffkundliche Grundlagenwissen sowie Grundkenntnisse der Prüfmethoden sind unerlässliche Voraussetzungen für die erfolgreiche Qualitätssicherung und Schadenanalyse.

Ziel des Kurses ist es, die theoretischen und praktischen Grundlagen zu vermitteln, die die Anwendung geeigneter Prüfmethoden, abgestimmt auf das Werkstoffverhalten und die Beanspruchung, ermöglichen.

Während des Praktikums werden mit Hilfe von Beispielen Werkstoffreaktionen abhängig von der Beanspruchungsart behandelt, die zum Versagen des Bauteils oder des Produktes führen können. Hierzu gehört z.B. die KIC-Wert Abschätzung mit Hilfe der Indentation Fracture Methode für die Prüfung spröder Werkstoffe.

Die Oberflächenund Werkstoffveränderungen bis zum Bruch werden mit Hilfe metallographischer Arbeitstechniken untersucht. Bei Oxidations-, Diffusions- und Korrosionsvorgängen (schwerpunktmäßig chemische und elektrochemische Korrosion) werden Hinweise zur Auswahl und Anwendung der Korrosionsprüfmethode vermittelt. Dabei ist die praktische Durchführung der Versuche sowie ein Einstieg in die statistischen Methoden bei der Datenanalyse vorgesehen. Bei der Untersuchung von technischen Oberflächen (u.a. Korrosion und Verschleißschichten) und Bruchflächenanalyse werden die experimentellen Möglichkeiten der Oberflächenanalyse dargestellt. Am Diffraktometer wird die Durchführung von Phasen-(z.B. KorrosionsbelägeArt) und Spannungsanalyse geübt. Am Rasterelektronenmikroskop werden die verschiedenen Bruchflächen untersucht und die Analyse von Bruchund Schädigungsmechanismen durchgeführt.

Der Kurs richtet dich an Ingenieure und Techniker, die sich mit der Produktherstellung und -prüfung sowie der Qualitätssicherung z. B. in der Metall und chemischen Industrie, im Anlagenund Maschinenbau befassen.

Das Praktikum steht unter der fachlichen Leitung von Frau Prof. Dr.-Ing. Isabella-Maria Zylla, Labor für Metallkunde und Werkstoffanalytik der Hochschule Osnabrück.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung unter http://www.dgm.de/fortbildung/?tgnr=1252
Hinweise zur Teilnahme:
Teilnahmegebühr:
1.170,- EURO

Teilnahmegebühr für DGM-Mitglieder:
Persönliche DGM-Mitglieder bzw. 1 Mitarbeiter eines DGM-Mitgliedsinstitutes / DGM-Mitgliedsunternehmens:
1.090,- EURO

In der Teilnahmegebühr sind enthalten:
• Seminarunterlagen
• Pausengetränke
• Mittagessen*
• ein gemeinsames Abendessen*
(* Alle Preise verstehen sich inkl. 19% MwSt.)

Quelle: