15.08.2014

www.gupta-verlag.de/polyurethane

Projekt Street Shark mit JEC Innovation Award in Atlanta ausgezeichnet

[image_0]Als weltweit größte Organisation für die gesamte Composites Industrie zeichnet die JEC Group im Rahmen ihres Innovation Award Programms seit 1998 Firmen für innovative Projekte aus. Frimo erhielt den JEC Innovation Award nach 2010 zum zweiten Mal, insgesamt vier deutsche Unternehmen waren unter den zehn Gewinnern der diesjährigen JEC Americas, s. a. Übersicht der diesjährigen Awards unter: www.jeccomposites.com/events/innovation-awards-americas-2014-atlanta/innovation-program/2014-winners Im Bereich Automotive überzeugte Frimo mit dem Technologie-Demonstrator Street Shark die JEC Jury. Vorgestellt wurde dieses Kooperationsprojekt erstmals im Oktober 2013 im Rahmen der Composites Europe. Bereits mehr als ein Jahr zuvor hatte Frimo die Weichen für dieses Projekt gestellt.[image_1] Der Street Shark 1.0 ist ein modifizierter BMW Z4 mit Motorhaube und Dachmodul, die als Sandwich-Bauteile ausgeführt und mit einer Haihaut-Oberfläche versehen sind. Die gewichtsoptimierte Sandwichbauweise wurde mit der Firma 3D|Core GmbH & Co. KG umgesetzt, einem Kooperationspartner, der sich auch mit dem Bootsbau beschäftigt. 3D|Core ist ein strukturverstärkender Schaumkern mit einer Wabenstruktur, die sich dreidimensional drapieren lässt. Nach Befüllen der Zwischenräume mit Harz erzielt man signifikante Steigerungen der technischen Eigenschaften. Als Harz wurde in diesem Fall ein Vitrox-Material der Firma Huntsman eingesetzt, ein weiterentwickeltes PU-Matrixsystem, welches aufgrund seiner chemischen Eigenschaften neue Möglichkeiten und damit einen großserientauglichen RTM-Prozess erlaubt. Selbst bionische Oberflächen sind mit diesem Prozess darstellbar. Für die Haihaut-Oberfläche wurde von Eschmann-Textures, einem weiteren Partner in diesem Projekt, ein Werkzeug mit einer Oberflächengeometrie versehen, die von einem echten Hai abgeformt wurde. Die Firma ISL (Berlac Group) zeichnete verantwortlich für das Lacksystem. Das Styling des Fahrzeugs bzw. die Geometrie sind durch den Rennsport geprägt und durch Dstyle entwickelt und festgelegt. Seitdem hat das Projekt Street Shark zunehmendes Marktinteresse auf sich gezogen. Weitere Versuche und Optimierungen, z. B. im Windkanal folgten. In einer weiterentwickelten Version 2.0 wurde der Street Shark im Frühjahr auf der VDI-Tagung "Kunststoffe im Automobilbau" im Mannheim am Beispiel des Mission 400 Alzen Porsche präsentiert. Beim Street Shark 2.0 wurde hauptsächlich die Abbildung der Haihautstruktur an der Motorhaube optimiert. Diese wurde nochmals vergrößert und dadurch weitere Verbesserungen, u. a. des cw-Wertes, erzielt. Aber nicht nur im Bereich des Fahrzeug-Tunings stößt das Projekt auf großes Interesse. Seit der Erstpräsentation wurden zahlreiche neue Versuche und Weiterentwicklungen mit Interessenten aus den unterschiedlichsten Industriezweigen getätigt, z. B. aus den Bereichen Windenergie und auch der Sport- und Freizeitindustrie. Denkbar sind neben der Haihaut auch andere bionische Oberflächenstrukturen, z. B. schmutzabweisend oder selbstheilende Oberflächen, oder auch jegliche Art von Dekoren wie z. B. Holzoptik, die auch für Anwendungen in anderen Industrien wie der Freizeit- oder Möbelbranche genutzt werden könnten. Durch die im Windkanal festgestellte Verbesserung des cw-Wertes sind neben der Anwendung im Automobilbereich auch Applikationen für die Bahn- und Luftfahrtindustrie interessant. Auch im Bereich Boots- und Schiffsbau sind bereits Ideen in der Realisierung. Dank der engen Vernetzung von Verfahren und Material ergeben sich neue Wege zur wirtschaftlichen Herstellung von hochwertigen Faserverbundbauteilen. Reproduzierbare und qualitativ hochwertige Komponenten mit funktionellen Oberflächen sind in technisch robusten und bewährten Produktionskonzepten sowie in ergonomisch und wirtschaftlich sinnvollen Produktionsanlagen realisierbar.

www.gupta-verlag.de/polyurethane