17.01.2011

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Proseat plant Werksschließung in Belgien

Aktuell sind dort 153 Mitarbeiter beschäftigt, davon 133 mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag und 20 mit einem befristeten Vertrag. Laut Unternehmen sei diese Entscheidung die unvermeidbare Konsequenz der Entwicklungen auf dem Sub-Contracting-Markt in der Automobilbranche, insbesondere in Belgien. In den letzten Jahren hätten sich noch mehr Automobilhersteller und Autositzhersteller entschieden, Schaumstoffkissen selbst zu produzieren (Insourcing), so heißt es.Laut Proseat habe das Unternehmen immer die Strategie verfolgt, in unmittelbarer Nähe zu den Kunden zu produzieren. In diesem Sinne sei der Standort ideal für die Belieferung der beiden großen Automobilhersteller in der Region (General Motors in Antwerpen und Ford in Genk) geeignet gewesen. Jedoch hat GM den Standort geschlossen und Ford hat die gesamte Produktion von Autositzen, einschließlich der Herstellung von Schaumstoffkissen, an die Lear Corporation übergeben, so das Unternehmen. Unter diesen Umständen sei das Geschäft in Hulshout nicht mehr profitabel.Proseat ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Recticel (51 %) und Woodbridge (49 %). Der Hersteller von Schaumteilen für Autositze hat nach eigenen Angaben einen Marktanteil von rd. 22 %, verfügt über acht Standorte in Europa (Belgien, Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien, Tschechien und England) und beschäftigt rd. 2100 Mitarbeiter. Laut Unternehmen kommen in jährlich rd. 4 Mio. Fahrzeugen Teile von Proseat zum Einsatz. Im Jahr 2010 erzielte Proseat einen Jahresumsatz von rd. 233 Mio. EUR. In Hulshout erzielte das Unternehmen im letzten Jahr einen Umsatz von rd. 17 Mio. EUR.

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