27.01.2012

Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

Quanteneffekte verbessern Möglichkeiten des Cloud Computing

Mitglied der Jungen Akademie weist in Forscherteam Datensicherheit im Grundlagenexperiment nach

Im Team der Forschungsgruppe des Vienna Center for Quantum Science and Technology (VCQ) an der Universität Wien und des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gelang es Philip Walther, in einem Experiment nachzuweisen, dass Quanteneffekte absolut sicheres Cloud Computing möglich machen. Die Zeitschrift „Science“ publiziert die Ergebnisse in ihrer aktuellen Ausgabe.


Viele Telekommunikationsunternehmen werben im Moment mit der Cloud bei ihrer Kundschaft. Hierbei werden IT-Leistungen in eine Rechnerwolke ausgelagert und sind für die Nutzer von überall abrufbar. Wie steht es aber mit der Sicherheit der Daten?

Der Forschungsgruppe glückte es, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Belgien, Irland und Singapur, einen Quantencomputer so zu entwerfen, dass alle Ergebnisse der Daten und Rechnungen dem Computer selbst verborgen bleiben. Im Unterschied zu den bisherigen technischen Lösungen wird hier über Quanteneffekte eine außerordentliche Sicherheit gewährleistet.

Zugegeben: Im Moment sind Quantencomputer aufgrund ihrer Komplexität nur als Grundlagenexperimente verfügbar. Daher ist es möglich, dass zunächst diese Technik ausschließlich in wenigen spezialisierten Rechenzentren zur Verfügung stehen wird.

Philip Walther ist Sprecher der Arbeitsgruppe „Grenzen der Quantentheorie“ der Jungen Akademie, die sich mit Randbereichen der Quantentheorie befasst. Er ist sich sicher, dass von den soeben gewonnenen Ergebnissen wichtige Impulse für die zukünftige Arbeit seiner Arbeitsgruppe ausgehen werden.

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