16.07.2014

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Röchling: Gleitwerkstoffe für Fördersystemen mit hohen Ansprüchen

Unter dem Produktnamen Lubx CV präsentiert Röchling einen Gleitwerkstoff speziell für Anwendungen in der Fördertechnik und Automatisierung. Er sei für Anlagen entwickelt worden, die mit höheren Geschwindigkeiten und Drucklasten betrieben werden sollen. Eigene und Untersuchungen des Instituts für Fördertechnik und Kunststoffe der Technischen Universität Chemnitz sowie des Lehrstuhls für Kunststofftechnik an der Universität Erlangen hätten gezeigt, dass der neue Werkstoff gegenüber Vergleichsmustern messbare Vorteile bietet.

Das sei vor allem der niedrige Gleitreibungskoeffizient von 0,13. Die Prüfbedingungen wurden mit 0,5 m/s Geschwindigkeit von 0,5 MPa Flächenpressung gegenüber den üblichen Testverfahren erhöht und auf die hohen Anforderungen ausgerichtet. Der Test habe den im Vergleich mit anderen Werkstoffen niedrigsten Gleitreibungskoeffizienten und zudem die kürzeste Einlaufphase erbracht. Ein Standard PE-UHMW erzielt bei diesen Testbedingungen einen Gleitreibungskoeffizienten von 0,37.

Die Temperaturentwicklung auf der Reibfläche der Probe des Lubx CV stieg demnach nicht über 28 °C und lag bis zu 17 °C unter den Werten der anderen Werkstoffproben. Dabei habe der Prüfkörper auch nach 24 Stunden kaum Verschleißerscheinungen gezeigt. Geringe Temperaturentwicklung und hohe Verschleißfestigkeit haben einen positiven Einfluss auf die Lebensdauer der Anlage und verlängern die Instandhaltungsintervalle.

Effiziente Energienutzung und hohe Prozessstabilität
Für die Messung der Zugkraft am Antrieb wurde laut Anbieter auf einem anwendungsnahen Gleitkettenfördersystem der neue Werkstoff mit einem Standard PE-UHMW verglichen. Der Mittelwert lag demnach bei weniger als 30 Prozent des Vergleichswerkstoffs. Die geringeren Ausschläge der Messkurve seien zudem ein Beleg für eine deutlich bessere Prozessstabilität, eine geringere Belastung des Fördersystems und geringere Geräuschentwicklung. Stick-Slip-Bewegungen werden vermieden.

Die Ergebnisse sollen belegen, dass der neue Werkstoff auch bei höheren Belastungen gute Gleiteigenschaften bietet und die Leistungsfähigkeit und Produktivität von Anlagen verbessern kann. Mit seinen Eigenschaften ermögliche das Material den Betrieb von Fördersystemen sowie Anlagen und Maschinen in der Handhabungstechnik und Automatisierung mit höheren Geschwindigkeiten und Drucklasten. Mit der Lebensmittelkonformität gemäß 10/2011/EU, 1935/2004/EG und FDA sei der Einsatz in der lebensmittelverarbeitenden Industrie bei direktem Kontakt mit Lebensmitteln problemlos möglich.

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