18.06.2013

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Röchling: Innovationen und Internationalisierung treiben Wachstum

Die Röchling-Gruppe meldet einen erfreulichen Start in das Geschäftsjahr 2013. Der Umsatz erreichte demnach mit 305,7 Mio. Euro exakt den gleichen Wert wie im ersten Quartal 2012. Der Auftragseingang lag mit 316,0 Mio. Euro leicht darüber. Zum Ende des ersten Quartals 2013 beschäftigte die Röchling-Gruppe 7.305 Mitarbeiter. "Wir treiben unsere Internationalisierung mit Nachdruck voran", sagte Georg Duffner, Vorsitzender der Röchling-Gruppe. "Dies betrifft die USA ebenso wie China, Brasilien und Indien. Auch in Japan sehen wir gute Möglichkeiten, unsere Marktposition weiter zu verstärken."

Das Jahr 2012 sei für die Röchling-Gruppe kein leichtes Geschäftsjahr gewesen. Dennoch habe der Umsatz um 5,2 Prozent auf 1.192,8 Mio. Euro gesteigert werden können und damit den bisherigen Höchstwert von 1.133,5 Mio. Euro aus dem Jahr 2011 übertroffen. Der Auftragseingang stieg den Angaben zufolge um 5,9 Prozent auf 1.195,7 Mio. Euro.

Das Jahr 2012 habe zudem im Zeichen kräftiger Investitionen in künftiges Wachstum gestanden. Mit einem Investitionsvolumen von 140,8 Mio. Euro sei das bisherige Rekordvolumen von 2011 übertroffen worden. "Trotz sehr hoher Investitionsprogramme in den letzten beiden Jahren ist die finanzielle Lage bei Röchling nach wie vor sehr solide", betonte Marc Trube, kaufmännischer Geschäftsführer der Röchling-Gruppe.

Die Mitarbeiterzahl der Röchling-Gruppe wuchs im Geschäftsjahr 2012, vor allem bedingt durch Akquisitionen, um 9,2 Prozent von 6.559 auf 7.165.

Hochleistungs-Kunststoffe: Auftragseingang steigt um 5,6 Prozent
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Hochleistungs-Kunststoffe stieg laut Röchling im Vorjahr um 2,7 Prozent auf 593,7 Mio. Euro. Der Auftragseingang legte um 5,6 Prozent auf 601,1 Mio. Euro zu. Die Mitarbeiterzahl wuchs um 14 Prozent bzw. 388 auf 3.159 Beschäftige.

Die Investitionen betrugen 78,4 Mio. Euro. Der Schwerpunkt lag auf der Akquisition neuer Unternehmen: Mit der Übernahme des Spritzgussunternehmens Advent Tool & Mold Inc., Rochester, NY/USA, im Mai 2012 will Röchling den Bereich Kunststoffprodukte für die Medizintechnik weiter ausbauen. Röchling Advent Tool & Mold ist ein Full Service Spezialist für die Herstellung von spritzgegossenen Präzisionskunststoffteilen für die Medizintechnik und Komponenten für Elektronikbauteile mit besonderer Kompetenz im Formenbau für unkonventionelle Produktlösungen.

Im September 2012 übernahm Röchling den süddeutschen Kunststoffverarbeiter MAYWO Kunststoff GmbH aus Bad Grönenbach-Thal (siehe auch plasticker-News vom 27.8.2012). MAYWO fertigt im Extrusionsverfahren Kunststoffplatten und -folien aus den Werkstoffen Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polystyrol (PS) für die Tiefziehindustrie.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Produktionsausbau mehrerer Standorte insbesondere mit neuen Extrudern und Pressen: Im neuen Werk in Itupeva São Paulo/Brasilien wurde nach elf Monaten Vorbereitungszeit der erste Plattenextruder in Betrieb genommen. Im indischen Vadodara erwarb Röchling ein Grundstück und begann dort mit dem Bau eines neuen Werkes für thermoplastische Kunststoffe.

In Troisdorf soll ein neues Logistikcenter einen noch effizienteren Warenumschlag sicher stellen, Synergien zwischen den Standorten Haren und Troisdorf heben und Platz für neue Produktionsanlagen schaffen. Am Sitz in Lützen wurden ein neues Verwaltungsgebäude mit einer Fläche von 580 Quadratmetern und ein Lager mit 1.250 Quadratmetern in Betrieb genommen.

Automobil-Kunststoffe: Umsatz wächst um 7,9 Prozent auf 600 Mio. Euro
Im Geschäftsbereich Automobil-Kunststoffe verbuchte die Röchling-Gruppe den Angaben zufolge ein Umsatzplus von 7,9 Prozent auf 599,2 Mio. Euro. Der Auftragseingang legte um 6,2 Prozent auf 594,7 Mio. Euro zu. Eine deutliche Erhöhung verbuchte die Gruppe bei den Investitionen, die um 40,4 Prozent auf 61,9 Mio. Euro stiegen. Davon hätten insbesondere die Werke in Worms, Wackersdorf, Pitesti/Rumänien und Suzhou/China profitiert. Ein weiterer Teil floss in den Aufbau des Werkes Akron/USA. Am 20. Juni 2012 eröffnete Röchling Automotive ein neues Werk in der chinesischen Stadt Chengdu. Der 13.000 Quadratmeter große Standort fertigt Luftklappensteuerungen, Saugrohre und Pressteile für Unterboden und Motorraum. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Geschäftsbereich Automobil-Kunststoffe um 6 Prozent auf 3.974. Der Belegschaftsaufbau konzentrierte sich hauptsächlich auf die Wachstumsmärkte Nordamerika und Asien.

Zu den wichtigen Ereignissen im Geschäftsjahr 2012 gehörte aus Sicht des Unternehmens der Aufbau des brasilianischen Werks Itupeva mit drei großen Aufträgen für VW Brazil. Für die neue Fertigung in Akron in Ohio habe die Gruppe mit General Motors einen Liefervertrag über die Ausstattung für jährlich 480.000 Fahrzeuge der Modelle Chevrolet Equinox, Captiva sowie GMC Terrain mit Unterbodenpaketen ab geschlossen. Hinzu kommen 1,6 Millionen Luftklappen für die Marken Chevrolet und Opel sowie Buick, Holden und GMC. 400.000 werden davon in Akron und 1,2 Millionen in Suzhou hergestellt. Weitere Großaufträge habe Röchling Automotive von Nissan für die Modelle Qashqai, Altima Hybrid und Murano sowie für alle Renault-Modelle, die auf der gleichen Plattform basieren, erhalten.

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