14.10.2014

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Röchling: LWRT-Bauteile zur thermischen Motorkapselung senken Kraftstoffverbrauch

Zahlreiche Automobilhersteller gehen neben dem Downsizing der Motoren neue Wege, um den Flottenverbrauch ihrer Fahrzeuge zu minimieren. Ein sinnvolles und nachhaltiges Konzept beinhaltet laut Röchling ein intelligentes Thermomanagement und speziell dieser Ansatz rücke verstärkt ins Visier der OEM. Mit seinem mehrschichtigen Kapselungsverfahren aus Low Weight Reinforced Thermoplastics (LWRT) für eine bessere Dämmung des Motorraums in Kombination mit steuerbaren Luftklappensystemen, bietet Röchling Automotive Lösungen, die neben optimiertem Wärmemanagement auch entscheidende ökologische und akustische Vorteile bieten sollen.

Bestens verpackt
Eine motornahe Kapselung ist dort besonders sinnvoll, wo der Motor sowohl thermisch als auch akustisch die größten Abstrahlflächen aufweist. Durch die Bekämpfung des Lärms direkt an der Quelle können sich laut Röchling sekundäre Einsparpotenziale beim Gewicht von bis zu 12 kg ergeben. Zusätzlicher Vorteil des Leichtbaus: die Schadstoffemissionen sinken. Viele zur Motorperipherie gehörige Komponenten wie Wasserpumpen und Turbolader können prinzipbedingt nicht isoliert werden und wirken bei abgeschaltetem Motor wie eine Kältebrücke. Daher verfolgt Röchling Automotive den Ansatz einer motorfernen Kapselung.

So sei es möglich, bei weitgehender Schließung von offenen Stellen nahezu die komplette Peripherie des Motors wirkungsvoll zu isolieren, was zu einer niedrigeren Abkühlgeschwindigkeit führe. Einen wesentlichen Bestandteil dieses Konzeptes bilden aktive Luftklappensteuerungen, die zudem die Aerodynamik verbessern sollen. "Um einen höheren Schließungsgrad und größtmögliche Effizienz zu erzielen, wird die Luftklappe zum entscheidenden Bauteil der Motorkapselung, da sie eine zunehmende Abdichtung der Fahrzeugfront ermöglicht", erläutert Ludwig Huber, General Manager Innovation and Business Development, Röchling Automotive. Messungen hätten Einsparpotenziale hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen von 2 bis 3 % ergeben. In der Folge nehme die Kaltstart-Situationen im Alltag ab, der Motor könne energieeffizienter arbeiten und produziere weniger Emissionen dank eines geringeren Kraftstoffverbrauchs.

Leicht und dennoch formstabil
Zur effektiven thermoakustischen Kapselung kommt bei Röchling Automotive die neuste Generation von faserverstärkten Thermoplasten zum Einsatz. Das aktuell bis zu 15 mm starke LWRT-Material bietet aufgrund seiner Sandwichstruktur einen hohen thermischen und akustischen Isolationseffekt, ist dabei aber leicht und trotzdem stabil. Zusätzliche Sperr- oder Aluminiumfolien sollen eine kundenspezifische Anpassung der Komponenten ermöglichen. Ein weiterer Pluspunkt in Form einer sehr dünnen Oberflächenbeschichtung mit Aluminium bestehe darin, dass das LWRT-Bauteil keine brennbaren Flüssigkeiten aufnehmen kann, wodurch sich ein Einsatz unterhalb des Antriebsstrangs geradezu anbietee. In zahlreichen Tests erprobt, komme es selbst nach längerer Flammeneinwirkung nicht zu einer Ablösung der einzelnen Schichten bzw. zum Brand.

Frische Brise
Bestmöglichen thermischen und energetischen Wirkungsgrad soll erzielt die Motorkapselung in Verbindung mit bedarfsgerecht steuerbaren Luftklappen, die in geöffnetem Zustand eine hohe Kühlleistung durch maximalen Luftdurchsatz ermöglichen. Sind sie geschlossen, reduzieren sie die Aufwärmzeit der Aggregate bis zur Betriebstemperatur um bis zu 30 %. Die Technologie ist laut Röchling sowohl im Stadtverkehr als auch bei Kurz- und Langstrecken besonders effektiv.

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