29.09.2014

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Röchling: Neues Werk im chinesischen Kunshan in Betrieb genommen

Der Kunststoffspezialist Röchling hat die Produktion in seinem neuen Werk in Kunshan/China aufgenommen. Der Standort im Industriegebiet Kunshan wurde Ende letzte Woche im Beisein von Regierungsvertretern, Kunden und Vertretern der Röchling-Gruppe feierlich eröffnet.

Röchling Automotive Kunshan, bisher im sieben Kilometer entfernten Suzhou ansässig, hatte ein 30.000 Quadratmeter großes Grundstück im Industriegebiet Kunshan erworben. Dort wurde ein neues Produktionsgebäude inklusive Logistik- und Verwaltungsbereich errichtet. Der Bau und der anschließende Umzug des Maschinenparks aus dem nahegelegenen Suzhou verliefen reibungslos. "Wir freuen uns sehr, dass wir unser neues Werk wie geplant in Betrieb nehmen können", sagte Gerhard Neidinger, Mitglied des Vorstands von Röchling Automotive, bei der Eröffnung. Die Gesamtinvestition belief sich nach Angaben des Unternehmens auf ca. 10 Millionen Euro.

Bisher hatte Röchling Automotive seine Produktionsstätte im benachbarten Suzhou angemietet. "Unser neu eröffnetes Werk entspricht unseren hohen Produktionsstandards und eröffnet uns überdies die Möglichkeit für künftige Erweiterungen", berichtet Neidinger. Die umbaute Fläche beträgt aktuell 20.000 Quadratmeter.

Röchling Automotive hat im Verlauf des vergangenen Jahres die Mitarbeiterzahl in Suzhou von 300 auf 355 erhöht, noch in diesem Jahr sollen es circa 370 Mitarbeiter sein.

Außerdem werden am Standort Kunshan Ausbildungsplätze nach deutschen Maßstäben geschaffen. "Wir freuen uns sehr über die neuen Ausbildungsstandards, die wir erstmalig in China umsetzen können, um somit nachhaltig Fachkräfte für unser Unternehmen zu schaffen", so Neidinger. Die Industriezone Kunshan habe Röchling Automotive ein attraktives Grundstück anbieten können, für dessen Erschließung gesorgt und dadurch wichtige Vorrausetzungen für die Ansiedlung des Unternehmens in Kunshan geschaffen.

Neben Shanghai Volkswagen zählt das Werk in Kunshan auch FAW VW, Ford, General Motors, Daimler, FIAT, IVECO, Guangzhou Automobile, SAIC, Mazda Japan, Dongfeng, Audi Deutschland, Continental, BOSCH, Brose, Valeo Japan sowie weitere OEMs zu seinen Auftraggebern.

Produziert werden Teile für die Bereiche Air Flow Management, Akustik und Thermomanagement, wie z.B. Saugrohre, Luftführungen mit Luftklappensteuerungen und Windläufe sowie Zylinderkopfabdeckungen, 3D-Ladeluftrohre, ABS-Kolben, Aggregateträger, Ausgleichsbehälter und Luftfiltergehäuse.

Auch den Maschinenpark hat Röchling Automotive aufgerüstet. Investiert wurde unter anderem in Spritzgussmaschinen mit einer Schließkraft von 600 bis 1.600 Tonnen sowie in eine 3D-Blasmaschine. Bis Ende dieses Jahres sollen drei weitere Spritzgussmaschinen in Betrieb genommen werden.

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