21.08.2012

Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

R1234yf-Kauderwelsch - ein neues Kältemittel erhitzt die Gemüterung

Ein Kältemittel sorgt dafür, dass Klimaanlagen den Autoinnenraum angenehm temperieren. Warum ein neues Mittel, das weniger zum Treibhauseffekt beiträgt als das bisherige, für Diskussionen sorgt, erfahren Sie in den „Nachrichten aus der Chemie“.

Das Treibhauspotenzial gibt an, wie viel eine Verbindung – im Vergleich zu Kohlendioxid – zum Treibhauseffekt beiträgt. Seit dem Jahr 2006 verbietet eine EU-Richtlinie Treibhausgase in Klimaanlagen, die einen größeren Wert als 150 für das Treibhauspotenzial besitzen. Das bisher in Autoklimaanlagen verwendete Kältemittel R134a hat ein Potenzial von 1430 und muss demnach ersetzt werden. Das neue Kältemittel R1234yf verfügt zwar über ein Potenzial von 4,4, es entzündet sich aber schon bei Temperaturen ab 405 °C und setzt dabei das aggressive Gas Fluorwasserstoff frei. Trotz weiterer, noch nicht vollständig untersuchter Gefahren wird R1234yf nun eingesetzt.

Welche emissionsärmeren Alternativen es gibt, warum Automobilhersteller sich trotzdem für R1234yf entschieden haben und was Fachleute davon halten, erfahren Sie in Brigitte Osteraths Artikel „Kältemittel entflammt Widerstand“. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.

Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den „Nachrichten" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.

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