01.11.2012

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RIGK: Stabile Preise in 2013 fürs Kunststoffrecycling in Gewerbe und Landwirtschaft

RIGK wird die Preise auch im Jahr 2013 stabil halten, obwohl die Energiekosten für den Transport der Gebrauchtkunststoffe massiv gestiegen seien, teilt das Unternehmen mit. Dies bedeute eine weiterhin verlässliche Kalkulationsbasis für Abfüller und Vertreiber, die gebrauchte und restentleerte Kunststoffverpackungen über das RIGK- bzw. RIGK-G(efahrstoff)-SYSTEM lizenzieren, als auch für die Pflanzenschutzindustrie, die restentleerte Verkaufsverpackungen von Pflanzenschutzmitteln, Spezialdünger, Haftvermittlern und Spritzenreinigern über das System PAMIRA® sowie Saatbeizmittel-Verpackungen über das System PAMIRA-BEIZE einer ordnungsgemäßen und umweltgerechten Verwertung zuführen lassen.

Dazu RIGK-Geschäftsführer Markus Dambeck: "Wir sind stolz darauf, dass es uns erneut gelungen ist, negative wirtschaftliche Entwicklungen im EU-Raum durch kontinuierliches Hinzugewinnen von Zeichennutzern und Endverbrauchern, eine Steigerung der Mengen sowie durch die konsequente Nutzung von Einsparpotenzialen in der Verwertungskette abzufedern. Damit profitieren Industrie, Handel und Landwirte auch im 21. Jahr unseres Bestehens von der bewährten, nachhaltig ausgerichteten Politik unseres Unternehmens."

RIGK- und RIGK-G-SYSTEM
Die für Industrie, Handel und Gewerbe im Rahmen der RIGK- und RIGK-G-SYSTEMe geltenden Lizenzbeiträge berechnen sich nach dem in Verkehr gebrachten Verpackungsleergewicht. Dies sind zum Beispiel 69 bzw. 85 Euro pro Tonne für PE- bzw. PP-Foliensäcken der Gruppen 1 bis 6, 175 Euro pro Tonne für Verbundverpackungen und 155 Euro pro Tonne für Big Bags. Die Lizenzgebühr für Hohlkörper beträgt - je nach Füllgut - weiterhin 99 oder 159 Euro pro Tonne (siehe Tabelle 1). Die Beiträge für das RIGK-G-SYSTEM zur Rückführung schadstoffhaltiger Kunststoffverpackungen (Tabelle 2) bleiben ebenso konstant wie die Kleinmengen-Jahrespauschalen für das RIGK- und das RIGK-G-SYSTEM. Dabei gilt für das RIGK-G-SYSTEM - parallel zu den Gefahrensymbolen der Gefahrstoffverordnung - auch die Kennzeichnung nach GHS, die für Reinstoffe seit Dezember 2010 verbindlich ist und für GHS-Gemische ab 2015 bindend wird (siehe Tabelle 3).

PAMIRA-SYSTEM und PAMIRA-BEIZE
Die Beiträge für die Rücknahme und Verwertung von Kunststoffverpackungen aus Agrarbetrieben berechnet sich nach dem Gewicht der zurückgenommenen Menge (siehe Tabelle 4). Die Entsorgung von Pflanzenschutzmittelverpackungen im System PAMIRA® kostet auch 2013 wieder 890 Euro pro Tonne, bei einem Jahres-Mindestbeitrag von 600 Euro.

Der mit 1.675 Euro pro Tonne ebenfalls gleichbleibende aber deutlich höhere Betrag für die einmal jährlich terminierte Rücknahme von Saatbeizmittel-Verkaufsverpackungen im System PAMIRA-BEIZE resultiert aus der aufwändigeren Logistik und Verwertung. Saatbeizmittelverpackungen mit mehr als 50 Litern Inhalt sind in der Regel technisch nicht spülbar und werden deshalb im Gegensatz zu Verpackungen des PAMIRA-SYSTEMs als schadstoffhaltige Verpackungen behandelt. Deren Rücknahme erfolgt an einem gesonderten Termin im Rahmen des BEIZE-Rücknahmekonzeptes und richtet sich an Saatguthersteller und -behandler.