23.08.2011

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Rampf-Gruppe: Umsatz nahezu verdoppelt

Das Geschäftsjahr 2010/2011 ist nach Angaben des schwäbischen Unternehmens das bisher erfolgreichste der Rampf-Gruppe. Der erwartete konsolidierte Umsatz zum 30.06.2011 beträgt 104,5 Mio. Euro. Das entspricht einem Umsatzplus von 46 % im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr und 15 % Plus zum bisherigen Spitzenjahr 07/08. Die internationalen Umsätze lagen bei 61,3 Mio. Euro. Vor allem in den USA sei der Umsatz stark gewachsen. 4,5 Mio. Euro steuerte die japanische Niederlassung zum Umsatz bei.

Der Umsatzzuwachs von 46 Prozent zum Vorjahr sei auf verschiedene Entwicklungen zurückzuführen. Zum einen hat die allgemeine Konjunktur zur Verbesserung beigetragen, zum anderen trugen neue Dienstleistungen und Produkte sowie die vor acht Jahren begonnene Internationalisierungsstrategie Früchte. Auch zur Finanzkrise nahm Michael Rampf Stellung. "Da Rampf auch in der Kundenstruktur ein breit aufgestelltes Unternehmen sei, wurden die Geschäftsfelder zeitlich versetzt von der Krise getroffen. Trotz eines zweimaligen Umsatzrückgangs in den Vorjahren hatte der Kunstharzspezialist nur in einem Jahr ein negatives Ergebnis zu verbuchen. Zurückzuführen sei das auf ein solides Kostensenkungsprogramm, einen angemessenen Investitionsstop, der bereits geplante Investitionen jedoch nicht ausschloss und einen 5 bis 10-prozentigen Lohnverzicht der Mitarbeiter über rund zehn Monate. Eine weitere strategische Maßnahme in der Krise war der Verkauf der Rampf Automation zum 1.1.2010.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 2,9 Mio. Euro investiert, für 2011/2012 sind rund 8 Mio. Euro geplant. Investiert wird in die Silikonfertigung als drittes Standbein der Rampf Giessharze, in die Erweiterung der Fertigung großvolumiger Modelle bei Rampf Tooling sowie in neue Produktgruppen der Firma Epucret. Auch ein neuer US-amerikanischer Standort befindet sich in der Planung. In Zimmern wird zusätzliche Fläche geschaffen.

Zur Rampf-Gruppe gehören aktuell etwa 470 Mitarbeiter. Sie besteht aus fünf Unternehmen: Giessharze (Zwei-Komponenten Kunststoffsysteme auf Basis von Polyurethan, Epoxid und Silikon), Dosiertechnik (Niederdruck-, Misch- und Dosieranlagen), Tooling (Modellbauplatten und Formenbaumaterialien), Epucret Mineralgusstechnik (Maschinengestelle aus Mineralguss, Stahlverbund und Hartgestein) und Ecosystems (alternative Rohstoffe und die Wiederaufbereitung von Polyurethan-Reststoffen).