Ranzen aus recyceltem Kunststoff lindert die Not afrikanischer Schulkinder

Die Firma Rethaka, ein Start-up-Unternehmen aus Rustenberg in Südafrika, stellt in Handarbeit Schulranzen aus recyceltem Kunststoff her. In das Material eingearbeitet wird eine Solarzelle, die einerseits am Tage Sonnenenergie sammelt für das Licht, das bei der Erledigung der Hausaufgaben benötigt wird, und die andererseits in der Dunkelheit als Katzenauge fungiert, um die Kinder im Straßenverkehr sichtbarer zu machen.

Manche Idee kann die Welt verändern, auch wenn sie noch so klein und unbedeutend scheint. Zum Beispiel jene, Ranzen aus recycelten Plastiktüten herzustellen, wie es das südafrikanische Start-up-Unternehmen Rethaka macht.

Laut Rethaka sterben oder verletzten sich alljährlich Millionen Kinder in Afrika infolge von Unfällen mit Kerosinlampen, die in Ermangelung von elektrischem Licht genutzt werden, um Wohnstuben auszuleuchten. Ferner schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage, dass täglich drei Kinder im Straßenverkehr stürben. Diesen bedauerlichen Zustand zu verändern, hat sich Rethaka auf die Fahne geschrieben.

Die Mittel, die das Unternehmen nutzt, um sein Ziel zu erreichen, können einfacher nicht sein: Aus recycelten Plastiktüten produzieren die vornehmlichen weiblichen Mitarbeiter schicke Schultornister, die nicht nur Platz für die benötigten Schulutensilien böten, sondern obendrein mit einer Solarzelle ausgestattet seien. Diese Solarzelle erfüllten gemäß dem Unternehmen zwei Funktionen:

Am Tage sammelt die Solarzelle Stonnenlicht und wandelt es in Strom um, der sich am Abend von den Kindern nutzen lässt, um die Hausaufgaben im Licht einer elektrische Lampe zu erledigen. Das soll, so die Idee von Rethaka, die Zahl der Unfälle mit Kerosinlampen reduzieren. Zweite Funktion der Solarzelle ist es, die Sichtbarkeit der Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen. Ein Kind, das rechtzeitig von Autofahrern gesehen wird, bewegt sich sicherer durch den Straßenverkehr.

Zur Herstellung der Ranzen recycelt Rethaka Plastiktüten, die das Unternehmen einsammelt und in Handarbeit in Gewebe umwandelt. Eine sinnvolle und gleichsam simple Lösung gegen die zunehmende Vermüllung der Umwelt mit Kunststoffrückständen. Das resultierende Textilgewebe wiederum ist derart strapazierfähig, haltbar und wasserdicht, dass es seine schützende Funktion gegenüber den mitgeführten Schulunterlagen auch bei Regen lange Zeit erfüllt.

Vertrieben werden die Schulranzen nicht auf direktem Weg. Rethaka setzt auf Partner, die an der grünen Innovation partizipieren wollen: Unternehmen können die Tornister erwerben und an Schulen verteilen. Damit werden nicht nur einkommensschwache Gemeinden und Familien entlastet, ebenso leisten die Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz. Der Lohn für diesen Einsatz an Mensch und Umwelt könnte nicht größer und schöner sein: Das strahlende Lächeln und Dankeschön der Kinder. GDeußing

Quelle

Plastics Today