23.02.2012

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Reclay Group: Neues Tochterunternehmen bietet Lösungen fürs PLA-Recycling

Ein geschlossener Wertstoffkreislauf für den Biokunststoff Polymilchsäure (PLA) aus allen Stufen der Wertschöpfungskette ist das Ziel der neuen RE|PLA Cycle GmbH, einem Tochterunternehmen der Reclay Group. Die Geschäftsführung der RE|PLA Cycle liegt bei Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group, und Dr. Edmund Stassen, Geschäftsführer für den Bereich Entsorgung der Reclay Group, teilt das Unternehmen mit.

Start im Post-Industrial-Bereich, Post-Consumer-Bereich im Aufbau
Die RE|PLA Cycle hat nach eigenen Angaben als erster Anbieter einen geschlossenen PLA-Wertstoffkreislauf im Post-Industrial-Bereich aufgebaut. Dies betrifft beispielsweise Produktionsabfälle von Herstellern, Verarbeitern und Abfüllern. Dazu wurden in Sortier- und Verwertungsanlagen verschiedene Pilotprojekte durchgeführt, Verfahren optimiert sowie die nötigen Logistikstrukturen etabliert. "Es lag auf der Hand, dass parallel zur Einführung und dem wachsenden Einsatz von PLA die entsprechenden innovativen Recyclingmöglichkeiten geschaffen werden mussten. Aufgrund der besonderen Eigenschaften dieses Biokunststoffes hat sich das bislang schwierig gestaltet. Die RE|PLA Cycle hat alle Beteiligten - vom Hersteller bis zur Recyclingindustrie - zusammengebracht und mit gebündeltem Know-how die Hausaufgaben gemacht. Damit haben wir die grundlegende Basis für die weitere Entwicklung des Marktes geschaffen", so Raffael A. Fruscio.

Darüber hinaus arbeitet die RE|PLA Cycle an Lösungen, wie in Zukunft PLA-Produkte aus dem Post-Consumer-Bereich, die im gelben Sack gesammelt werden, einem geschlossenen Wertstoffkreislauf zugeführt werden können. Damit soll ein wichtiger Kritikpunkt an dem Einsatz von PLA-Produkten in der Verpackungsindustrie beseitigt werden. "Wir erzielen bereits hochwertige Recyclingergebnisse im Post-Industrial-Bereich und möchten dies auch für den Post-Consumer-Bereich erreichen", so Dr. Edmund Stassen. "Dazu sind die Mengen aktuell zwar noch zu gering, vor dem Hintergrund endlicher fossiler Ressourcen ist es aber nur eine Frage der Zeit, dass die ganz oder teilweise aus nachwachsenden Ressourcen bestehenden Biokunststoffe in einem signifikanten Umfang zum Einsatz kommen. Die RE|PLA Cycle bereitet die dazu benötigten Recyclingstrukturen heute schon vor", ergänzt Dr. Edmund Stassen.

Die RE|PLA Cycle versteht sich als Berater und Dienstleister für alle Marktteilnehmer. Das jüngste Tochterunternehmen der Reclay Group entwickelt und implementiert individuelle Lösungen entlang der gesamten PLA-Wertschöpfungskette. RE|PLA Cycle will sich hier als zentraler Ansprechpartner und Kommunikationsplattform für alle Beteiligte positionieren - von Herstellern und Verabeitern über Markenunternehmen bis hin zur Recyclingindustrie und interessierten Nichtregierungsorganisationen.

Die Produktpallette der RE|PLA Cycle umfasst neben dem Aufbau von PLA-Gesamtsystemen die Realisierung von Einzelprojekten sowie Unterstützung bei allen Aspekten rund um das Zukunftsthema PLA. So berät die RE|PLA Cycle Unternehmen, die den Einsatz von PLA planen, von der ersten Idee an und stellt das notwendige technische Know-how und Ingenieurswissen für eine erfolgreiche Umsetzung zur Verfügung. Dabei will die RE|PLA Cycle bei steigenden Einsatzmengen von PLA weitere innovative Dienstleistungen und Produkte entwickeln - ganz auf die Anforderungen der Marktteilnehmer zugeschnitten.

Über die Reclay Group
Die Reclay Group ist eine Unternehmensgruppe im Bereich des Umwelt- und Entsorgungsmanagements. Mit ihren spezialisierten Tochterunternehmen bietet sie nach eigenen Angaben einen umfassenden Service für effiziente und rechtssichere Verpackungsentsorgung und -verwertung sowie Sustainable Management. In der von den Inhabern Martin Schürmann und Raffael A. Fruscio geführten Reclay Group sind an den Standorten Köln, Herborn, Wien und Rotkreuz/Schweiz 130 Mitarbeiter beschäftigt. Die Reclay Group betreut aktuell über 400 Unternehmen aus Industrie und Handel. Als unabhängige und eigenkapitalfinanzierte Unternehmensgruppe erzielte sie im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 135 Millionen Euro.