07.05.2015

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Repsol: Bau der ersten Metallocen-PE Anlage mit Lizenz von Chevron Phillips Chemical in Europa

Wie der spanische Erdölkonzern Repsol YPF (Madrid, Spanien) bekannt gab, wird das Unternehmen voraussichtlich zum Juni 2015 den bereits 2014 angekündigten Bau seiner neuen Produktionsanlage für Metallocen-PE an seinem integrierten spanischen Produktionsstandort in Tarragona beginnen. Die Lizenz für die Produktion von Metallocen-PE hatte Repsol bereits im April 2014 von Chevron Philipps Chemical (CPChem, The Woodlands, Texas/U.S.A.) erworben. Das neue Werk wird den Angaben zufolge das erste Werk in Europa sein, indem die Technologie von Chevron Phillips Chemical zum Einsatz kommen wird.

Diese im Einklang mit der Strategie des Unternehmens stehende Investition gehört zu einer Reihe von Maßnahmen für die Jahre 2014 bis 2016, mit denen die Wettbewerbsposition von Repsol als europäischer Produzent verbessert werden soll. Mit dem neuen Material, einem PE niedriger Dichte mit besonderen optischen (Glanz und Transparenz) und mechanischen Eigenschaften (hohe Flexibilität, hohe Durchstoß-, Reiß- und Temperaturbeständigkeit), könne das Unternehmen sein PE-Portfolio in höherwertige (differenzierte) Produkte erweitern.

Der Bau der neuen Anlage soll im Juni dieses Jahres beginnen und etwa drei Monate dauern. Während der Bauphase wird auch die Produktion von PE hoher Dichte zum Stillstand kommen, da zur Herstellung beider Produkte gemeinsame Anlagen und Vorrichtungen genutzt werden. Zur Vermeidung einer dreimonatigen Produktionsunterbrechung am Stück soll die Bauzeit in mehreren Abschnitten erfolgen und zwar in zwei nicht aufeinanderfolgenden Monaten und zwei weiteren Monatshälften. Der Ölkonzern hat sich bereits im Vorfeld der beginnenden Baumaßnahmen an seine Kunden gewandt und jeden einzelnen Versorgungssicherheit bzgl. der benötigten und vertraglich zugesicherten Mengen von PE mit hoher Dichte zugesagt. Es sei nicht geplant, Force Majeure während der Bauphase zu erklären. Um diese technische Herausforderungen zu meistern, die durch den teilweise aufrecht erhaltenen Betrieb der PE-Anlage mit hoher Dichte während der parallel ablaufenden Baumaßnahmen entstehen, werde ein verstärkter Fokus auf alle Sicherheitsaspekte bzgl. Mensch und Maschine liegen.

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