14.12.2010

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Rhodia: Neue PA-6-Pulver für die direkte Teilefertigung durch selektives Lasersintern

Rhodia hat die Markteinführung von Polyamidpulvern (PA-Pulvern) für Rapid Prototyping und Kleinserienfertigung durch selektives Lasersintern (SLS) angekündigt. Damit werden nach Anbieterangaben zum ersten Mal PA-6-Pulver für die direkte Teilefertigung per SLS erhältlich sein. In den kommenden Monaten soll das Angebot zudem auf PA-66-Pulver ausgeweitet werden.

Mittels SLS können Konstrukteure und verarbeitende Betriebe ganze Familien von voll funktionsfähigen Prototypteilen herstellen, mit jeweils unterschiedlichen Abmessungen, eines nach dem anderen, bevor Metallwerkzeuge erstellt werden müssen, heißt es weiter. Wenn eine Konstruktion bereits freigegeben sei, lasse sich per SLS sogar eine kommerzielle Kleinserienfertigung durchführen.

Insbesondere Industriebereiche an vorderster Front der technologischen Entwicklung, wie etwa Luft- und Raumfahrtindustrie, Rennwagenbau, Robotik oder Medizintechnik und Prothesenherstellung, setzen schon heute auf Direktherstellungsverfahren, mit denen sich in einem Bruchteil der Zeit direkt aus den Konstruktionsdaten maßgeschneiderte Teile herstellen lassen, deren Eigenschaften traditionell angefertigten Werkstücken in der Regel in nichts nachstehen.

Mit der Einführung von PA-6-Pulvern sollen nun die gleichen Polyamide für die Prototypenherstellung wie auch für den serienmäßigen Spritzguss verwendet werden können. "Mit Verarbeitungseigenschaften, die perfekt an die Anforderungen des selektiven Lasersinterns - sowie an weitere Herstellungsverfahren, die auf dem Aufbringen von Pulverschichten beruhen - angepasst sind, ermöglicht diese neue Produktfamilie einen wesentlich besseren Zugang zu diesen innovativen Technologien und erschließt somit neue Anwendungen und neue Märkte", erklärt dazu Jean-Pierre Marchand, Leiter Marketing & Innovation im Rhodia-Geschäftsbereich Engineering Plastics.