09.06.2010

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Rhodia: Neuer Verbundwerkstoff auf Basis eines Polyamids

Auf der Pressekonferenz "Pre K", die am 27. Mai in Amsterdam abgehalten wurde, hat Rhodia eine Innovation präsentiert und die Entwicklung eines neuen Verbundmaterials auf Basis eines leistungsstarken Polyamids bekannt gegeben.

Im Rahmen der Innovationsstrategie von Rhodia und als Ergänzung des derzeitigen Technyl®-Angebots für Spritzguss, Extrusion oder Blassformen bietet der neue Werkstoff nach Anbieterangaben eine revolutionäre Technologie im Bereich der thermoplastischen Verbundwerkstoffe. Der Werkstoff wurde speziell für Strukturanwendungen ausgelegt.

Rhodia habe demnach bei der Entwicklung auf die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Bereich der Polymer-Chemie und der chemischen Formulierung aufgebaut und habe so eine einzigartige Matrix auf Polyamid-Basis entwickelt und patentiert, die hervorragend für Verbundwerkstoffe mit kontinuierlichen Fasern (Glas oder Carbon) geeignet sei.

Durch das außergewöhnliche Fließvermögen und die Eigenschaften dieses neuen Kunstharzes werde einerseits die Imprägnierung in der Fasermitte und andererseits eine optimale Schnittstelle garantiert, die für die Leistungsfähigkeit der halbfertigen Produkte von Rhodia erforderlich sei, heißt es weiter.

Die neue Produktreihe der halbfertigen Produkte wird in Form vorimprägnierter Stoffe oder konsolidierter Platten angeboten. Die Leistungsmerkmale in den Bereichen Steifigkeit, Schlagfestigkeit, Alterung und Recyclebarkeit würden mit dieser neuen Produktreihe auf eine neue Stufe gehoben.

"Mit diesem neuen Werkstoff, dieser revolutionären Technologie, wird Rhodia neue Anwendungsbereiche für leistungsstarke thermoplastische Verbundwerkstoffe erschließen. Durch seine hervorragenden technischen Eigenschaften bietet der neue Werkstoff eine echte Alternativlösung zu Metallwerkstoffen, zu Aluminium, aber auch zu existierenden Verbundwerkstoffen", erklärt Vincent Lajotte, Direktor Marketing bei Rhodia Engineering Plastics.

Die Vorteile dieser technologischen Innovation sollen in Kürze bei Strukturteilen oder mechanischen Verstärkungsteile genutzt werden können. Die neue Verbundmatrix auf Polyamidbasis soll die Innovation im Transportbereich, im Bausektor und in der Industrie beschleunigen.

Weitere Informationen: www.rhodia.com