23.07.2012

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Rhodia: Recyceltes Technyl® Polyamid beweist Umweltnutzen

Um den Umweltnutzen von reyceltem Polyamid im Fahrzeugbau zu validieren, haben Rhodia und der Kfz-Zulieferer Valeo gemeinsam mit dem Automobilhersteller PSA Peugeot Citroën die Ökobilanz (LCA, Life Cycle Assessment) einer konkreten Anwendung untersucht. Anaylsiert wurde dabei der gesamte Lebenszyklus des Lüfterrads und der Zarge für das Kühlermodul des neuen Peugeot 208. Valeo fertigt die Kunststoffteile der Baugruppe aus recyceltem Technyl® Polyamid (PA) von Rhodia Engineering Plastics.

Die von der unabhängigen Beratungsagentur BIO Intelligence Service* geprüfte Studie vergleicht die Umweltverträglichkeit von recyceltem Technyl® PA mit der einer Technyl® Standardqualität. Sie berücksichtigt die gesamte Wertschöpfungskette mit Schwerpunkt auf sieben umweltrelevante Kernkriterien: Klimawandel, Erschöpfung nicht-erneuerbarer Ressourcen, Abbau der Ozonschicht, Übersäuerung des Bodens, Eutrophierung (Nährstoffanreicherung in Gewässern), Primärenergieverbrauch und photochemische Oxidation.

Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass sich der Einsatz von recyceltem Technyl® PA über den gesamten Lebenszyklus der Baugruppe hinweg äußerst positiv auf die Umweltbilanz auswirke. So betrage die effektive Umweltentlastung in allen untersuchten Zielkriterien 9 bis 28 %.

Darüber hinaus weise die Analyse der Ergebnisse darauf hin, dass der gesamte Umweltnutzen auf der Produktion des PA-Recyclats bei Rhodia Engineering Plastics beruhe. Die nachfolgenden Schritte - Spritzgießen, Montage und Einsatz der Teile - seien für den Vergleich vernachlässigbar. Denn aufgrund der annähernd gleichen mechanischen Eigenschaften von recyceltem Technyl® PA und Technyl® Standardmaterial müssten auch keine Kompromisse bei der Konstruktion, Masse und Nutzung der Kühlerbauteile in Kauf genommen werden.

"Die Kooperation von Partnern wie Rhodia und Valeo - beide mit starkem Engagement für nachhaltige Entwicklungen - bietet klare Vorteile im Bestreben, die vorgeschriebenen Grenzwerte für CO2-Emissionen zu unterschreiten und die Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge weiter zu reduzieren," bemerkt Louis David, Assistant Director Paint, Materials & Process bei PSA Peugeot Citroën. "Die spezifischen Ergebnisse unserer Untersuchung unterstreichen die Bedeutung der richtigen Wahl technisch hochleistungsfähiger Recyclate für ein umweltverträglicheres Kfz-Design."

Der nachgewiesene Nutzen liege in derselben Größenordnung, mit der sich eine Kfz-Großserienfertigung auf die Umwelt auswirkt. So vermeide der Einsatz von recyceltem Technyl® PA für die geschätzte Jahresproduktion der Kühlereinheit im Peugeot 208 in etwa die Treibhausgasmenge1, die von 400.000 Fahrzeugen freigesetzt wird. Desgleichen werde die photochemische Oxidation2 (verantwortlich für Ozonspitzen) um eine Menge reduziert, wie sie der Verkehr von 2,2 Millionen Fahrzeugen auf der Ringstraße von Paris verursacht.

Im Durchschnitt bestehen 20 % oder 150 bis 250 kg der Fahrzeugmasse aus Kunststoffbauteilen. Die Gemeinschaftsinitiative von Rhodia, Valeo und PSA sieht somit das spezifische Potenzial recycelter Kunststoffe zur Lösung der Umweltherausforderungen, vor denen die Automobilindustrie steht, bestätigt.