06/09/2013

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Robert Bürkle: Geschäftsfeld Thermobonding auf Wachstumskurs

Die Robert Bürkle GmbH aus Freudenstadt baut ihr Kompetenzfeld "Anlagen für Isolierstoffe" aus. Erst jüngst wurden nach Unternehmensangaben zwei weitere Systeme für das thermische Verschweißen von Dämmstoff-Platten verkauft. Damit seien weltweit sieben Anlagen von Bürkle bei Herstellern und Verarbeitern von Dämmstoffen installiert. Bürkle gibt sich optimistisch für die Zukunft des Geschäftsfelds, da die direkten Aufwendungen für Energie weiter stark wachsen und jede Lösung zur Energiekostenoptimierung dankbar angenommen werde.

Grundlegende Charakteristik der Thermobonding-Technologie ist das Verbinden bzw. Verkleben zweier Platten-Oberflächen ohne zusätzliches Bindemittel. Allein durch Erhitzung werde der Form- und Kraftschluss erzielt. Das spare nicht nur Kosten für Klebstoffe - auch das spätere Recycling werde erheblich vereinfacht, da das verklebte Endprodukt sortenrein geblieben ist.

Platten aus expandiertem Polystyrol (EPS) kommen überwiegend an Fassaden unter Putz zur Wärmedämmung von Gebäuden zum Einsatz. Die durch Grafitzumischung grauen Platten können sich im Sonnenlicht durch ihren hohen Absorptionsgrad beim Verlegen relativ stark erhitzen. Materialspannungen seien die negative Folge. Mit dem Thermobonding-Verfahren werde nunmehr eine helle, also reflektierende, EPS-Schicht auf die Basisplatte aufgebracht. Innere Spannungen mit den Folgen Materialermüdung, Verziehen oder gar Lösen von der Fassade sollen damit kein Thema mehr sein.

XPS-Platten können technologiebedingt nur bis höchstens 200 mm Dicke aufgeschäumt bzw. gefertigt werden. Mit zunehmender Materialstärke des Endprodukts sinke die innere Homogenität, die Isolationswirkung werde heterogen und deutlich vermindert. Folglich müsse bei höherem Isolationsbedarf, sprich für dickere Dämmstoff-Platten, aufgedoppelt werden. Beim Thermobonding werden nun zwei oder mehrere Platten für ein bis zu 400 mm starkes Endprodukt miteinander verbunden. Thermisch miteinander verschweißte XPS-Platten isolieren laut Bürkle deutlich besser als eine einzeln aufgeschäumte gleicher Gesamtdicke. Zu den verbesserten Produkteigenschaften kommen demzufolge betriebswirtschaftliche Vorteile hinzu, beispielsweise durch Klebstoffeinsparungen.

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